In der deutschen Produktion „Sommerhäuser“ wird im Sommer des Jahres 1976 der Gemeinschaftsgarten einer Familie zum Schauplatz absurder, komischer Situationen. Während sich die Erwachsenen uneinig über den Verkauf eines Grundstückes sind, erkunden die Kinder ungehindert den Garten und das geheimnisvolle Nachbargrundstück. Doch dann dringt die Nachricht über ein verschwundenes Mädchen in das sommerliche Idyll… 

Mit ihrem Debütfilm „Sommerhäuser“ gelingt der deutschen Regisseurin Sonja Maria Kröner ein unkonventionelles Familienporträt, das dem Zuschauer ein Gefühl zwischen einer verbreiteten Krisenstimmung und einem neuen Aufbruch vermittelt. Mit einem feinen Gespür für die menschlichen Eigenheiten setzt die Filmemacherin die verschiedenen Figuren gekonnt in Szene und findet dabei immer die Balance zwischen komischen und tragischen Momenten. Raffiniert wird in „Sommerhäuser“ auf eine nicht greifbare, latente Bedrohung hingewiesen, die sich wie ein Sommergewitter aufbaut und den Zuschauer in Spannung versetzt. 

Für ihren Debütfilm konnte Sonja Maria Kröner ein exzellentes Ensemble gewinnen. In den Hauptrollen spielen unter anderem Laura Tonke, Günther Maria Halmer, Mavie Hörbiger, Thomas Loibl und Ursula Werner. Gedreht wurde der Film, der seine Weltpremiere beim diesjährigen Filmfest München in der Sektion Neues Deutsches Kino feierte, an verschiedenen Drehorten in Ober- und Niederbayern. Mit zwei Förderpreisen in den Kategorien Regie und Produktion gelang „Sommerhäuser“ hier ein Überraschungserfolg. Darüber hinaus wurde der Film von der Deutschen Film- und Medienbewertung Wiesbaden (FBW) mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet. 

Ihr Talent für die Verfilmung unkonventioneller Stoffe hat die Absolventin der Hochschule für Fernsehen und Film München bereits bei ihrem Abschlussfilm „Zucchiniblüten“ unter Beweis gestellt. Der Kurzfilm feierte 2012 Premiere bei den Hofer Filmtagen und wurde anschließend auf mehreren Festivals gezeigt. Produziert wurde „Sommerhäuser“ von Tobias Walker und Philipp Worm (Walker+Worm Film), die in den vergangenen Jahren durch Filme wie „Finsterworld“ (2013, Regie: Frauke Finsterwalder) auf sich aufmerksam machten. Koproduziert wurde der Film vom WDR und BR. Gefördert wurde „Sommerhäuser“ vom FFF Bayern, Kuratorium junger deutscher Film, BKM, der Filmförderungsanstalt (FFA) und dem DFFF. 

Am Tag von Oma Sophies Beerdigung kommt die gesamte Familie in ihrem großen, idyllischen Gemeinschaftsgarten zusammen. Jedes Jahr verbringen sie alle zusammen die Ferien und Feiertage in den Sommerhäuschen außerhalb von München, die voller positiver und zugleich schmerzlicher Erinnerungen stecken. Mit Sophie hat auch der gewaltige Baum im Gemeinschaftsgarten, der beinahe so alt war wie sie selbst, das Zeitliche gesegnet.

Bis zuletzt hat sich Tochter Ilse aufopferungsvoll um ihre dominante Mutter gekümmert und selbst nie geheiratet. Ihre selbstbewusste Schwester Mathilde hingegen konnte sie rechtzeitig von Sophie lösen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen.

 

Bildquellen:

  • Sommerhäuser: © 2017 PROKINO Filmverleih GmbH

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