Robert Lebeck hat ein einfühlsames Auge. Mit seinen Fotografien kam der Robert Lebeck ganz nah an einen großen Filmstar heran.Der Film „3 Tage in Quiberon“, angelehnt an die Bildsprache von Lebeck, ist ein mindestens einfühlsames Porträt der großen Schauspielerin Romy Schneider. 

Die begabte Regisseurin Emily Atef

Auf der Berlinale wurde der Film von Emily Atef uraufgeführt und feierte eine umjubelte Weltpremiere. Der in schwarz-weiß Bildern gehaltene Film zeigt Romy Schneider ein halbes Jahr vor ihrem Tod in einer Entzugsklinik im bretonischen Quiberon. Aufhänger ist der Besuch des „Stern“ Reporters Michael Jürgs (Robert Gwisdek), der Romy Schneider (Marie Bäumer) zusammen mit dem renommierten Fotografen Robert Lebeck (Charly Hübner) für ein Interview besucht.

Durch die Linse des Fotografen und der Regisseurin Emily Atef sieht der Zuschauer eine zerbrechliche und am Boden zerstörte Romy Schneider. Mal euphorisch, beinahe vor Freude von Sinnen sieht man sie, die sich wie ein offenes Buch nicht nur der Kamera Lebecks, sondern auch dem Diktiergerät Michael Jürgs preisgibt. Dann wieder, so scheint es, im unaufhaltbaren Fall. Sich selbst entrückt, den Erwartungen nicht standhaltend könnend. Und dem Alkohol verfallen.

Die Schauspielerin Marie Bäumer setzt mit ihrer Verkörperung von Romy Schneider in „3 Tage in Quiberon“ ein Ausrufezeichen und spielt die Rolle ihres Lebens. Und am Ende des Films bleibt festzuhalten, sie hält dem Druck stand und spielt eine authentische Romy Schneider. Ähnlich wie Romy weiß sie vor der Kamera zu glänzen und verschmilzt mit ihr, das ansteckende Lachen, die quälenden Stunden der Einsamkeit, weit weg von ihrer Familie und den Kameras, all das weiß Marie Bäumer so überzeugend zu spielen, dass man immer wieder glaubt die wahre Romy Schneider vor sich zu haben. 

Offiziell wird „3 Tage in Quiberon“ ab 12. April 2018 in den deutschen Kinos starten. 

 

 

Bildquellen:

  • 3_Tage_in_Quiberon: © Jessica Backhaus
  • Foto: Peter Hartwig: © Rohfilm Factory / Prokino / Peter Hartwig