Tatsuya Shibas Geheimnis steht kurz davor gelüftet zu werden. Als Held der Geschichte dient er dem Zuschauer zwar als Identifikationsfigur, aber dennoch weiß das Publikum noch so gut wie gar nichts über Tatsuyas Vergangenheit und den Grund, weshalb er überhaupt an die "Magical Highschool" geht.

Die Antwort hierzu gibt das dritte Volume der 26-teiligen Serie in den Episoden 13 bis 18 zumindest ansatzweise. Es taucht eine geheime Organisation namens „No Head Dragon“ (dt.: Drache ohne Kopf) auf, die den zwischen mehreren Magie-Schulen ausgetragenen Wettkampf beeinflusst. Tatsuya ist in diesem Spiel der „Engineer“ einer kleinen Magier-Truppe aus der ersten Oberschule.

Vom Teamleiter zum Adligen

Er fördert also magische Fähigkeiten aus seinen Schützlingen, bringt ihnen neue Techniken bei, stattet sie mit modernster Technologie aus und ist auch der strategische und taktische Kopf hinter der Vorgehensweise des Teams. Wie es aussieht, macht sich sein Training bezahlt, weshalb die erste Oberschule in Führung geht. Doch dann kommt der Monolith-Wettkampf, in dem geheime Informationen per Zauberformel aus mindestens zehn Metern Entfernung aus dem jeweils gegnerischen Monolithen gestohlen werden sollen.
Ab hier ändern sich die Regeln und es läuft einiges aus dem Ruder. Parallel zu dieser nur scheinbar spielerischen Auseinandersetzung ermittelt Tatsuya gegen „No Head Dragon“ und greift dafür auf barbarische Befragungs- und Tötungstechniken zurück. Einzig die Liebe zu seiner Schwester scheint noch einen Funken Menschlichkeit in ihm zu bewahren.

Weiches Licht en masse

Es ist das dritte Volume der Anime-Serie, die KSM mit einer glänzenden Silberfolien-Verpackung, einem aufklappbaren Digibook sowie mit einigen Beilagen veröffentlicht. Zu letzterem zählen der Episoden-Guide als Faltblatt sowie ein 16-seitiges  Booklet mit Skizzen und Beschreibungen zu den Charakteren. Ein äußerst edles Teil also, was mit seinen 6 Episoden zu je 24 Minuten auch genug zu bieten hat. Und da die Handlung nu langsam an Gestalt gewinnt, bekommt auch Tatsuyas Charakter endlich ein wenig mehr (dunkle) Farbe.
Der visuelle Stil ist ganz klar klassische Anime-Kost mit lupenreinen Animationen, japano-typischen Designs und ein paar computergenerierten Elementen, die zum Beispiel tanzende Statisten im Hintergrund darstellen. Nicht jedem dürfte der nebülöse Schleier des weichen Lichtes gefallen, anderen wiederum gefällt genau dies Stilmittel, das es auch bei den Animes der 1980er Jahre eingesetzt wurde. Fakt ist, dass die Konturenlinien dadurch weichere Übergänge haben und nicht ganz so deutlich und Steril aus dem flachen Bild herausstechen.

Auch die Farben sind dadurch etwas heller und weniger satt, dafür ist aber die Farbtrennung sowie die Abstufung der Farben eine gelungene Sache. Die Dialoge der deutschen Audio-Spur wirken leider etwas verzerrt. Dynamik und Surround-Klang mangelt es an Intensität.

 

 

Review: The Irregular At Magic High School (Vol. 3)
Volume drei der Anime-Serie bringt die Handlung in Fahrt und deutet bereits an, dass das Stände-System noch gehörig aufgeräufelt wird.
Film7.5
Bild9.5
Ton5.5
Extras3.5
6.5Gesamtwertung

Bildquellen:

  • The Irregular At Magic High School (Vol. 3): © KSM