Das Wichtigste vorneweg: „Midnight Special“ ist grandios. Der Film brilliert als Science-Fiction-Streifen im Stile der 80er Jahre.

Regisseur und Drehbuchautor Jeff Nichols („Mud“) hat mit seinem vierten Werk in Spielfilmlänge mehrere Genres miteinander vermischt, die eigentlich nur schwer zusammen passen. „Midnight Special sorgte deshalb bereits auf der diesjährigen Berlinale für Furore und zeigte eindrucksvoll, wie modernes Independent-Kino mit einem Hauch Steven Spielberg aussieht. Denn genau wie beim Großmeister, so wirft auch Nichols den Zuschauer direkt ins Geschehen. Im diesem Fall ist es ein billiges Motel-Zimmer irgendwo in Texas. Dessen Mieter sind Roy Tomlin (Michael Shannon) und sein Sohn Alton (Jaeden Lieberher). Zusammen mit Roys Kumpel Lucas (Joel Edgerton) sind sie auf der Flucht vor einer religiösen Sekte und der amerikanischen Regierung gleichermaßen:

Der Achtjährige hat Fähigkeiten, die von der Sekte als gottgleich und von der Staatsmacht als gefährlich angesehen werden. Roy, der Polizist Lucas und später auch Altons leibliche Mutter Sarah (Kirsten Dunst) wollen um jeden Preis verhindern, dass der Junge in die falschen Hände gerät und müssen Alton deshalb innerhalb weniger Tage an einen bestimmten Ort bringen, an dem sich das Mysterium um ihn lüften soll. Im Kern ist der Film ein packender Road-Thriller, der mit seiner Jagd nach Alton stark an „E. T.“ erinnert. Er ist aber keine platte Hommage – dank seiner tollen Inszenierung, dem bemerkenswert intensiven Schauspiel und atemberaubenden visuellen Effekten ist „Midnight Special“ ein eigenwilliges und vielleicht deshalb auch einzigartig-schönes Film-Erlebnis.

Autor: Philipp Wolfram

 

 

Review: Midnight Special
Beeindruckender Independent-Streifen, der innovative Science-Fiction-Ideen mit packender Dramatik und Emotionalität kombiniert.
Film9
Bild8
Ton8
Extras4
7.3Gesamtwertung

Bildquellen:

  • Midnight Special: © Warner Home Video

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