John Creasy (Denzel Washington) ist ein ehemaliger Navy Offizier und übernimmt in Mexiko-Stadt einen Job als Bodyguard. Er schützt Lupita (Dakota Fanning), die zehnjährige Tochter eines reichen Mexikaners (Marc Anthony)  und dessen Frau (Rhada Mitchell).

Lupita und Creasy werden nach einigen Anlaufschwierigkeiten zu Freunden, da sie durch die häufige Abwesenheit der Eltern viel Zeit miteinander verbringen. Als Creasy das Mädchen eines Tages wie gewohnt vom Klavierunterricht abholt, eskaliert die Situation. Er versucht Lupita zu schützen und gerät unter Beschuss, wobei er verletzt und die Kleine entführt wird. An der Schwelle des Todes und als Verdächtiger landet der Bodyguard im Krankenhaus. Die Lösegeldübergabe, die währenddessen läuft, geht schief und Creasy bekommt die Nachricht, dass sein Schützling getötet wurde. Er beschließt, sich ohne Gnade zu rächen…

Ordentlich Action

Denzel Washington legt mal wieder eine super Performance als Actionheld hin. Er bekämpft nicht nur gewöhnliche Kriminelle, sondern auch gekaufte Polizisten und andere, dessen Ränge sich ganz oben befinden. Eiskalt tötet sein „entflammter“ Filmcharakter jeden, der mit der Entführung der Zehnjährigen zu tun hat und stößt dabei auf ungeahnte Zusammenhänge. Tolle Effekte und eine einfache Handlung liegen auch diesem Actionthriller zugrunde. Zu Beginn herrscht noch etwas Ruhe, damit der Hauptcharakter Creasy eine Beziehung zu dem Mädchen herstellen kann. So wirkt der folgende brutale Rachefeldzug etwas nachvollziehbarer. Viele Überraschungen gibt es nicht in dem Film, jedoch ist er unterhaltsam. Etwas abgedroschen ist das Image des guten amerikanischen Helden zwar, doch die gnadenlosen Morde und der Alkohol, den Creasy unter anderem bekämpft, bringen etwas Schwung in das Ganze.

Entführung in Mexiko

Die ersten Szenen werden außerdem dazu genutzt, die Verhältnisse in Mexiko zu veranschaulichen, die die Angst der reichen Familie vor Kidnapping veranschaulicht. Korrupte Polizei gibt ihnen nur die Möglichkeit, privat für Schutz zu sorgen. Auch die Vorgeschichte des Protagonisten John Creasy kann man erahnen, da er an der Flasche hängt. Sein Freund und ehemaliger Kollege Paul Rayburn (Christopher Walken) verhilft ihm zu dem Job in Mexiko-City. Auch die kleine Dakota Fanning überzeugt mit ihrer starken Darstellung der Millionärstochter und beschert dem Zuschauer bei ihrer Entführung echte Gänsehaut. Das Vorgeplänkel zur Beziehungsbildung von Creasy und Pita haben ihre Spuren hinterlassen. Trotzdem erfährt man sehr wenig über John Creasy und die Gründe, die ihn so brutal handeln lassen. Dies führt dazu, dass der Charakter leider etwas flach wirkt, was sogar Denzel Washington nicht rausreißen kann. Trotzdem harmoniert er mit Dakota Fanning und beide geben ein gutes Zusammenspiel zum Besten. Ein Rachethriller mit super Besetzung, Action und Emotionen – Nicht gerade anspruchsvoll, aber sehenswert.

Autor: Lea Boss

 

 

Review: Man On Fire – Mann unter Feuer
Super Darsteller, aber leider eine etwas flachen Handlung. Trotzdem ist „Man On Fire – Mann unter Feuer“ ein spannender und actionreicher Film nach typischer Tony-Scott-Manier.
Film6.5
Bild6
Ton7
Extras8
6.9Gesamtwertung

Bildquellen:

  • Man On Fire – Mann unter Feuer: © Studiocanal