Es ist der 10. Mai 1996, des Wetter ist sonnig und zwei private Bergsteiger-Expeditionen machen sich auf, das letzte Stück des Mount Everest zu besteigen. Doch plötzlich zieht ein heftiger Sturm auf, der viele Teilnehmer der Expedition für immer verschwinden lassen wird.

Doch warum waren diese Menschen überhaupt dort oben, wenn solch eine Gefahr drohte? Die dramatischen Ereignisse rund um den erfahrenen Expeditionsleiter Rob Hall geben bis heute Rätsel auf. Nichtsdestotrotz wagte sich Regisseur Baltasar Kormákur („2 Guns“) an die nervenaufreibende Verfilmung dieses Stoffs und drehte dabei an einigen Originalschauplätzen. Zusammen mit einer Besetzung von Weltrang wie etwa Jake Gyllenhaal, Josh Brolin, Keira Knightley und natürlich Jason Clarke versuchte er ein authentisches Biopic zu schaffen, das so nahe wie möglich an die wahren Ereignisse herankommt. So vermittelt bereits das erste Aufeinandertreffen des Bergsteigerteams und das Briefing die positive Aufbruchsstimmung, Teil von etwas ganz besonderem zu sein. Es ist die Vorfreude auf die großartige Berglandschaft, die Herausforderungen und die ungebändigte Natur.

Zugleich schwingt etwas Aufregung mit, als Teamleiter Rob Hall (Jason Clarke) verlautbart, dass der menschliche Körper ab einer bestimmten Höhe damit beginnt zu sterben.

Das was nun folgt, ist pures Abenteuer, was Lust auf mehr macht. Doch das Ende schreiben die wahren Ereignisse vor, weshalb man schon im Voraus weiß, das kaum jemand den Berg lebendig verlassen wird. Sowohl Bild als auch Ton nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise ins Reich aus Schnee und Eis. Dank Dolby-Atmos ist man live dabei, wenn ein Unwetter losbricht oder die Bergsteiger-Leiter vom Felsen abrutscht. Dementsprechend ist das Soundbild pures Adrenalin für all diejenigen, die eine 5.1- oder gar Dolby-Atmos-Anlage zuhause zu stehen haben. Für den Test stand uns „nur“ die 2D-Version zur Verfügung, weshalb wir von einer 3D-Wertung absehen.

Das Thema bzw. die schwindelerregenden Höhen sind aber gewiss prädestinierte Motive für einen ordentlichen 3D-Effekt. Als Bonus liegt dem Film auch noch ein Making-of (11 Min.), das Featurette „Klettern lernen“ (5 min.), „Ein Berg an Arbeit“ (5 Min.), die wahre Geschichte hinter dem Film mit Hinterbliebenen- und Augenzeugen-Interviews (7 Min.) sowie ein Filmkommentar mit Baltasar Kormákur bei.

 

 

Review: Everest
Es ist eine wunderschöne aber auch sehr dramatische Hommage an das Bergsteigen und zollt den Opfern von 1996 Respekt. Trotz des bekannten Ausgangs fiebert man bis zum Schluss mit.
Film7
Bild8
Ton10
Extras4.5
7.4Gesamtwertung

Bildquellen:

  • Everest: © Universal Pictures