Timur Vermes Debütroman schlug seit seinem Erscheinen 2012 so einige Wellen. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis er verfilmt wurde, wie in diesem Fall von David Wnendt. Dieser hat sich inzwischen offenbar darauf spezialisiert, Bestseller zu verfilmen und statt einer scharfen Mediensatire eine manchmal flache, manchmal milde, oftmals aber dennoch nachdenklich stimmende Komödie zu schaffen.
Fabian Sawatzki (Fabian Busch) arbeitet als Reporter und Fernseh-Produzent, allerdings mit mäßigem Erfolg. Als er in einer seiner Aufnahmen im Hintergrund Adolf Hitler (Oliver Masucci) entdeckt, hofft er auf seinen Durchbruch. In einem Kiosk findet er ihn wieder und ist begeistert von dem Humor des „Komikers“. Die beiden reisen zusammen durch Deutschland und interviewen die unterschiedlichsten Personen. Als Sawatzki genug Material hat, um es seinem ehemaligen Chef Sensenbrik (Christoph Maria Herbst) vorzulegen, ist dieser kaum begeistert. Dafür ist die Chefin des Senders, Katja Bellini (Katja Riemann), umso euphorischer. Sie bringen den Hitler bald in jedes erdenkliche Format und scheinbar niemand bemerkt, dass er wirklich zurück ist. Die Rückkehr von Hitler wird in dem Film mit einer Mischung aus Humor, aber auch Ernsthaftigkeit erzählt. Besonders bewegend und schockierend sind dabei die dokumentarischen Szenen in denen Masucci, als Adolf verkleidet, Menschen auf der Straße interviewt. Doch nicht nur ihre Standpunkte, auch ihre Reaktionen und ihr Handeln erscheinen als unbegreiflich. Im Großen und Ganzen ein sehenswerter und zum nachdenken anregender Film, der anfänglich mit Kommentaren aus dem Off versehen ist.

 

 

Die Komödie „Er ist wieder da“ gibt es hier zu kaufen.

 

 

Review: Er ist wieder da
Die Kampfsequenzen geben die Illusion, selbst mit im Ring zu stehen und das Ganze hautnah mitzuerleben.
Film7.5
Bild7
Ton8
Extras8
7.6Gesamtwertung

Bildquellen:

  • Er ist wieder da: © Constantin Film

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