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Star Wars Spin-Off: Han Solo

Dieses Thema im Forum "Kino Forum" wurde erstellt von Falko, 22. Juni 2017.

  1. Falko

    Falko Administrator Mitarbeiter

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    Am 24. Mai 2018 soll das "Star Wars"-Spin-off "Han Solo" in die Kinos kommen. Die Besetzung ist klar, das Drehbuch steht, doch nun wurden die beiden Regisseure Phil Lord und Chris Miller gefeuert … mitten in der Produktion, ca. 11 Monate vor dem Kinostart …

    'Han Solo'-Regisseure Lord und Miller Gefeuert - LikeMovies.de

    Ohne jetzt werten zu wollen, denn die genauen Hintergründe zu den "kreativen Differenzen" zwischen Regisseuren und Produzenten sind nicht wirklich öffentlich bekannt, ist es doch interessant zu beobachten, dass es bei Disney offenbar häufiger zu Neubesetzungen der Regisseure/Drehbuchautoren kommt, wenn es um Marvel oder "Star Wars" geht. Die Beispiele dürften klar sein:

    Bei "Ant-Man" wurde Edgar Wright, der für seinen temporeichen und sehr kreativen Erzählstil bekannt ist, von dem Projekt entfernt.

    Bei "Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht" trennte sich zu einem fortgeschrittenen Produktionszeitpunkt Drehbuchautor Michael Arndt ("Oblivion") vom Projekt, sodass Regisseur J. J. Abrams und Lawrence Kasdan ("Star Wars – Das Imperium schlägt zurück") in kürzester Zeit ein neues Skript auf die Beine gestellt haben. Das Ergebnis war gut, aber auch recht oberflächlich (bewährte Schemen der alten Trilogie treffen auf neue Perspektiven).

    Und nun scheinen Lord und Miller, die unter anderem mit dem "The Lego Movie" und den "21 Jump Street Filmen" ein enorm gutes Gespür für innovative, temporeiche Darstellungen von Action, Drama und Humor bewiesen, eine Vision gehabt zu haben, die die Produzenten nicht teilten. Daher frage ich mich derzeit, warum es immer wieder dazu kommt, dass gerade innovative (vielleicht auch etwas verrückte) Filmemacher während solcher Produktionen ausgetauscht werden. Ist "Han Solo" ein solch großer "heiliger Gral", dass er nach stringenten Vorschriften aufgebaut werden muss? Schränkt das "Star Wars"-Franchise oder auch die Marvel-Franchises die Filmemacher durch extreme Rahmen dermaßen ein, dass sie ihrer Genialität keinen freien Lauf lassen können?

    In Interviews zu den Marvel-Produktionen hört man ja eigentlich immer das Gegenteil von den Regisseuren. Und wenn man sich beispielsweise "Doctor Strange" und "Ant-Man" anschaut, dann empfinde ich den Ton hier schon noch etwas frecher und gewagter, als bei den üblichen Superhelden-Streifen, obwohl sich dennoch alles im braven Rahmen bewegt. Und auch bei den "Guardians Of The Galaxy"-Filmen ist das eigentlich Nonsens auf hohem Niveau. "Guardians Of The Galaxy 2" wirkt tatsächlich so, als hätte James Gunn machen können, was er wollte. Aber das ist wohl tatsächlich eine Image-Frage und kommt auf das jeweilige Franchise an. Denn auch bei den Guardians hatte Gunn angeblich Probleme, den Baby-Groot vor den Produzenten zu verteidigen.

    Was denkt Ihr? Ist das Han-Solo-Projekt nun mit dem Weggang der beiden Nerd-Regisseure Lord und Miller dem Untergang geweiht? Oder denkt Ihr, der Film wird dennoch ein Erfolg? Welchen Regisseur würdet Ihr Euch wünschen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juni 2017
  2. Falko

    Falko Administrator Mitarbeiter

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    Ok, IGN hat mal ein paar mögliche Erklärungen für das Entlassen der Han Solo Regisseure aufgelistet:

    Han Solo: Why Lucasfilm Dropped Directors Lord and Miller - IGN

    Was ich witzig finde, ist die Begründung, Han Solo sei kein witziger Mensch, sondern sarkastisch. Zu viel Humor im "Han Solo"-Film? Echt? Also ich muss sagen, dass ich den Humor-Action-Drama-Mix in "21 Jump Street" wirklich erfrischend fand. Hmm …

    Zudem werden keine Improvisationen geduldet. Angesichts der Tatsache, dass Star Wars Fans jedes noch so kleine Detail analysieren, ist dies vielleicht die nachvollziehbarere Erklärung. Als war die Vermutung des sehr engen Rahmens, den die Produzenten und Rechteinhaber vorgeben, gar nicht so verkehrt.

    Dennoch schade, ich hätte gern die abgefahrene Version gesehen.
     
  3. Falko

    Falko Administrator Mitarbeiter

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    Ok, es ist Ron Howard.

    Hmmm.

    Vom Regie-Duo total überdrehter Action-Filme zu Ron Howard ist es ein ziemlich großer Schritt, finde ich. Der Mann ist bekannt und hat so einige erfolgreiche Filme wie etwa die Dan-Brown-Verfilmungen, "Im Herzen der See", "Rush", "Frost/Nixon", "A Beautiful Mind" oder auch "Das Comeback" gedreht. Alles gute Filme. Für seinen Sinn für Humor oder auch besonders innovative Action ist er allerdings eher nicht bekannt – Also so ziemlich das genaue Gegenteil von Lord und Miller. Fast so, als hätten die Han-Solo-Produzenten gesagt: "Schluss mit Lustig! Wir wollen keinen Humor im Film! Und damit das klar ist, nehmen wir Ron Howard, dem verantwortungsbewussten, humorfreien Sohn aus "Happy Days". Dem Gegenstück von The Fonz. Dem Regisseur, dem es gelingt, Tom Hanks zum x-ten Mal durch europäische Großstädte zu hetzen, und dennoch rund 220 Mio. US-Dollar damit einzunehmen. Wir wollen keine Innovation, sondern die solide Arbeit eines erfahrenen Regisseurs, der sein Handwerk versteht, ohne von der gängigen Linie abzuweichen." Das habe ich mir jetzt natürlich nur ausgedacht, aber genau dieses Kopfkino ging mir bei der Nachricht durch den Kopf.
     
  4. Tony

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    Ich bin generell nicht allzu begeistert vom Regisseur-Wechsel mitten in der Produktion. Interessant fand ich die Idee, Donald Glover Regie führen zu lassen. Immerhin war er ja bereits am Dreh beteiligt, man hätte also niemanden von draußen holen müssen. Und mit Comedy kennt er sich aus. Es wäre natürlich ein großes Risiko, da er bisher in noch keiner großen Kinoproduktion Regie geführt hat und generell bisher nur in seiner Serie Atlanta. Aber er hat die Fanliebe auf seiner Seite und es wäre wieder eine von vielen, vielen Parallelen zur Original-Trilogie. Schließlich hatte man für Return of the Jedi Regisseuren wie David Lynch die Regie angeboten, der zu dem Zeitpunkt noch eine kaum nennenswerte Filmographie hatte ;)

    Mal schauen was Ron Howard daraus macht. Wenn man den Gerüchten glauben darf, lenkt Disney ja sowieso sofort ein, sobald man zu weit von ihren Vorstellungen abweicht, also kann man auch einfach den nächstbesten handwerklich erfahrenen Regisseur nehmen.
     
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