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Retro-Film "Vergessen war gestern, wir sprechen darüber!"

Dieses Thema im Forum "Retro-Film Info & Review Bereich" wurde erstellt von Retro-Film, 23. Juli 2016.

  1. Retro-Film

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    Viele Filme aus den vergangenen Jahrzehnten sind den meisten noch unbekannt, viele andere haben über Jahrzehnte hinweg einen “Kult – Status” errungen. Die 70er, 80er und 90er Jahre haben den Film positiv wie auch negativ geprägt und geformt. Viele Genre sind neu entstanden, Schauspieler wurden zu Filmstars, viele Filme wurden in den Medien förmlich zerrissen, den Rest übernahm die bekannte FSK in Deutschland!


    “Was erwartet Euch bei Retro-Film?”
    Filmreviews vieler bekannter und auch unbekannter Filme aus vergangenen Jahrzehnten
    Hintergrundinfos zu Filmen und deren Macher, sowie
    Zusatzinformationen über Einspielergenissen sofern bekannt
    Informationen auf welchen Medienträgern die Filme im Handel sind
    und vieles mehr...

    Seit nun mehr 20 Jahren bin ich ein Film-Junkie wie er im Buche steht, verschlinge Filme wie andere Menschen ihr Frühstücksbrot. Videotheken waren mehr mein Zuhause als die eigene Wohnung. Mit Einzug des Heimkinos zum Zeitalter der VHS wurde die Sucht nach Filmen noch stärker! Die DVD löste bzw. erweiterte die Sucht aus vergangenen Jahrzehnten noch intensiver, jedoch ohne die VHS zu verdrängen oder zu vergessen. Ich bleibe der VHS immer noch treu, denn leider sind viele Filme noch immer nicht auf DVD oder Blu-Ray erhältlich und werden es vielleicht auch nie sein, was für einen Filmfreak sehr schade und traurig ist, denn das Magnetband der VHS ist nicht ewig abspielbar!
    Im Free TV werden sowohl Kultfilme als auch unbekannte, fast vergessene Werke ausgestrahlt.

    Ich nehme Euch mit in die Reise in die Vergangenheit, die 70er, 80er und 90er Jahre sind noch lange nicht vorbei oder vergessen.
     
    Rudi Petersen, Norbert Frings und Sascha gefällt das.
  2. Retro-Film

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    MANCHMAL KOMMEN SIE WIEDER (1991)[​IMG]


    Zu spät erkennt Jim Norman, daß die Rückkehr in seine Heimatstadt eine zweite Tragödie herausfordert. Vor mehr als 20 Jahren mußte er mit ansehen, wie sein Bruder von Halbstarken in einem Tunnel erstochen wurde. Die Flucht der Mörder konnte er vereiteln. Der heranbrausende Zug zermalmte sie. Jetzt muß er hilflos miterleben, wie drei seiner Schüler auf mysteriöse Weise sterben. Ihre Plätze in der Klasse nehmen neue Schüler aus Milford ein. Doch Milford ist keine Schule sondern… ein Friedhof. Die Mörder von einst haben noch eine Rechnung offen. Lächelnd nehmen die Untoten grausame Rache an Jim und seiner Familie. er mit ansehen, wie sein Bruder von Halbstarken in einem Tunnel erstochen wurde. Die Flucht der Mörder konnte er vereiteln. Der heranbrausende Zug zermalmte sie. Jetzt muß er hilflos miterleben, wie drei seiner Schüler auf mysteriöse Weise sterben. Ihre Plätze in der Klasse nehmen neue Schüler aus Milford ein. Doch Milford ist keine Schule sondern… ein Friedhof. Die Mörder von einst haben noch eine Rechnung offen. Lächelnd nehmen die Untoten grausame Rache an Jim und seiner Familie.



    MANCHMAL KOMMEN SIE WIEDER basiert auf einer Kurzgeschichte des Horror – Schriftstellers Stephen King. Schon allzu oft wurden seine Werke, egal ob Roman oder Kurzgeschichte für die Filmbranche genutzt. Viele davon sind leider eher schlecht als Recht. Das liegt auch oft daran das es nicht gerade einfach ist viele Dinge die in einer Geschichte ausführlich in Worte gefasst sind, in bewegte Bilder umzusetzen. Hinzu kommt noch das viele Kurzgeschichten künstlich auf Spielfilmlänge aufgeblasen wurden. MANCHMAL KOMMEN SIE WIEDER ist eine TV Produktion 1991 gewesen, der hierzulande sogar im Kino lief. Als verantwortlicher Regisseur für den Film war Tom McLoughlin. Schon 1986 konnte er mit „Freitag der 13.te – Jason lebt!“ die ersten Erfahrungen im Horror Genre sammeln. Später folgten noch Aufträge für die TV Serie Adaption „Freddys Nightmares“ wofür er lediglich eine Episode beisteuerte. Für die TV – Serie „Erben des Fluchs“ konnte er sogar 4 Episoden abdrehen. Nach MANCHMAL KOMMEN SIE WIEDER folgten lediglich noch ein paar weitere B-Movie, sowie reine TV-Produktionen.

    Stephen King befasst sich häufig mit Erlebnissen aus der Kindheit, die den Hauptcharakteren bis zum Erwachsenen Alter einen begleiten und beschäftigen. Dieses Stilmittel der Vergangenheitsbewältigung, sowie Rückblenden in die vorherigen Jahre nutzte der Regisseur McLoughlin ebenfalls im Film. Das Tempo des Films ist recht gemächlich, und fordert an manchen Stellen dem Zuschauer dazu auf, wachsam zu bleiben. Dies liegt vor allem daran, das man eine Kurzgeschichte künstlich aufgeblasen hat, um die Story nicht innerhalb von 30 Minuten abgeschlossen zu haben. Der Spannungsaufbau verhält sich ähnlich. Durch die Rückblenden in MANCHMAL KOMMEN SIE WIEDER bekommt die Story einen dramatischen Touch, und schiebt ihn somit etwas aus dem Horror / Grusel Genre hinaus. Die Bewältigung der Erlebnisse rückt in den Vordergrund und nimmt den Horror Elementen den Spielraum.

    “ICH HÄTTE NIE HIERHER ZURÜCKKOMMEN DÜRFEN!”
    Auch was den Härtegrad und Darstellung der Gewalt angeht, bewegt man sich auf dem typischen TV Niveau. Wäre der Film eine reine Video Produktion gewesen, hätte uns sicherlich mehr Gewalt und Härte entgegen gewirkt. Die Effekte die sich hier hauptsächlich auf ein paar Einstellungen der jungen Bande als Zombies beschränken, sind sehr gut inszeniert und den Maskenbildern gelungen. Zudem gesellt sich noch ein Mord, den man allerdings im Off erlebt und nur die einzelnen Körperteile aus einem Auto fliegen sieht.

    Betrachtet man MANCHMAL KOMMEN SIE WIEDER von der technischen Seite, so kann man ihn nichts ankreiden. Verschiedene Kameraeinstellungen, keine hastigen Schnitte und einen gut gewählten Sound bei den einzelnen Szenarien lassen einen keinen Wunsch übrig.

    Dennoch bewegt sich der Film nur auf TV-Niveau und kann mit anderen Werken aus der Zeit der frühen 90er Jahre nur wenig mithalten. Für Fans des Schriftstellers Stephen King sicherlich eine Sichtung zu empfehlen. Auch wenn das Flair des vorherigen Jahrzehnts gut interpretiert und eingefangen wurde, so kann MANCHMAL KOMMEN SIE WIEDER sich nur wenig bis gar nicht aus der Masse solcher Filme hervorheben.

    Mittlerweile bekommt man den Film auch auf Blu-ray, zuvor gab es nur eine DVD und VHS Version. Für Sammler ist bestimmt die DVD Version vom Label „Universum Film“ interessant. Es handelt sich um ein Digipak, worin sich alle drei Teile auf jeweils einer DVD befinden. Die Box ist mit einer Freigabe von FSK 18 versehen, was lediglich auf die Fortsetzung basiert. Insgesamt wurden zwei weitere Fortsetzungen gedreht.
     
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    WANTED (1967)

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    Der neue Sheriff Gary Ryan (Giuliano Gemma) kommt gerade noch rechtzeitig in die Stadt Greenfield, bevor der Bürgermeister den skrupellosen Viehdieb Lloyd zum Sheriff macht. Lloyd will von nun an Ryan beseitigen und lockt ihn schließlich in eine Falle, durch die Ryan im Gefängnis landet. Durch Hilfe seines Freundes Billy Baker kann Ryan fliehen. Er versucht von nun an auf eigene Faust seine Unschuld zu beweisen und Lloyd mitsamt seiner verbrecherischen Bande das Handwerk zu legen.Er erhält dabei Hilfe von dem Berufsspieler Marty Heywood und Evelyn, der Nichte Billy Bakers.



    Schon im Jahr 1960 machte sich Regisseur Giorgio Ferroni mit seinem Film „Die Mühle der versteinerten Frauen“ auf sich aufmerksam. Dann folgten ein paar Sandalen Abenteuer, bevor er sich Mitte der 60er bis Ende der 60er Jahre sich dem Western Genre verschrieb. WANTED oder auch hierzulande unter „Für drei lumpige Dollar“ bekannt, ist ein Western von 1967. Eine Mischung von den typischen glatten US-Western mit Ansätzen des Italo-Western vereint. Ferroni drehte auch einige Filme unter seinem Pseudonym Calvin Jackson Padget, 1981 verstarb Ferroni im Alter von 73.

    Storytechnisch betrachtet bietet WANTED nur altbekanntes. Ein skrupelloser Viehbaron sticht all seine Mitbewerber aus, ein neu ernannter Sheriff wird auf die andere Seite des Gesetztes gestoßen, und mithilfe alter Freunde stellt er sich dem Viehbaron in den Weg um ihm das Handwerk zu legen. WANTED kann mal als altmodischen Western Beitrag einstufen. Die Seiten von Gut und Böse sind von Anbeginn fein säuberlich getrennt, und klar und deutlich zu erkennen. In einem reinen Italo-Western sieht die Grenze zwischen Gut und Böse anders aus. Nur schwer ist von Anfang an zu erkennen, wer für welche Seite des Gesetztes kämpft. Das Erscheinungsbild des Sheriffs Ryan ist loyal, sauber, höflich, ehrlich und Rechtsschaffend. Das passt somit ebenfalls nicht zu einem Italo-Western. Somit bekommt WANTED den Status eines US-amerikanischen Western geprägt, ala John Wayne.

    Doch bietet WANTED eine solide Unterhaltung auf einem guten Niveau. Auch Actiontechnisch wird einem ordentlich was geboten. Sei es eine lange Kutschenüberfallszene, wie auch die dazu gehörigen Saloon Schlägereien. Auch arbeitet der Film auf ein mit Spannung erwartetes Finale hin, wo der Zuschauer nochmal ordentlich belohnt wird. Doch anstatt auf plumpe Gewalt zu setzen, nutzte Ferroni die Subtile und verborgene Art. Unser Hauptcharakter Ryan dezimiert mit Geschick und Kniffe die Überzahl seiner Gegner. Um dies noch zu verstärken, sind solche Szenen oft etwas abgedunkelt im verborgenen zu bestaunen. Untermalt werden unter anderem solche Szenarien noch mit einem wohlklingenden und passenden Score. Eine Mischung aus Banjo, Trompeten, Trommeln.

    Doch WANTED hat auch eine Schwachstelle. Der Plot ist zum Teil zu langatmig in Szene gesetzt worden, eine Straffung hätte hier sicherlich gut getan. Ein solider Genre Beitrag ist er dennoch. Zwar etwas altbacken und zu sehr an den US Produktionen angelegt, inhaltlich dem Italo-Western angeglichen, dem ist auch die etwas ruppige Art zuzuweisen.

    Giuliano Gemma mimt hier wie gewohnt mit seinem Talent und Leistungen den Sheriff Ryan, der sich nicht nur gegen den Viehbaron und seine Mitstreiter zur Wehr setzen muss. In weiteren Rollen sind noch Benito Stefanelli, Riccardo Pizzuti oder Alberto Dell’Acqua zu sehen.

    WANTED gibt es auf VHS und DVD, wobei die VHS Versionen leicht gekürzt wurden, wie auch die damalige Kino Version. Die DVD Versionen vom Label „NEW ENTERTAINMENT WORLD“ sind ungekürzt und sind in einer kleinen und großen limitierten Hartbox erschienen. Sie tragen eine FSK 18 Freigabe.
     
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  4. Retro-Film

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    STAR CRYSTAL (1986)
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    2032 auf dem Mars. Astronauten bringen einen unbekannten Brocken an Bord ihres Raumschiffes, der nach dem Start einen ekligen, lebenden Schleim zum Vorschein bringt. Kurz darauf stirbt die Besatzung und zwei Monate später explodiert die Raumstation, an der sich das Schiff zu der Zeit befindet. Eine fünfköpfige Crew rettet sich auf einen Transporter, der 18 Monate zurück zur Erde brauchen wird. Leider ist auch das außerirdische Wesen mit an Bord, das inzwischen meterlange Tentakel hat und ein Crewmitglied nach dem nächsten tötet. Es wird immer intelligenter, lernt schnell und mutiert …einen ekligen, lebenden Schleim zum Vorschein bringt. Kurz darauf stirbt die Besatzung und zwei Monate später explodiert die Raumstation, an der sich das Schiff zu der Zeit befindet. Eine fünfköpfige Crew rettet sich auf einen Transporter, der 18 Monate zurück zur Erde brauchen wird. Leider ist auch das außerirdische Wesen mit an Bord, das inzwischen meterlange Tentakel hat und ein Crewmitglied nach dem nächsten tötet. Es wird immer intelligenter, lernt schnell und mutiert …



    Ende der 70er Jahre, genau genommen 1979 wurde der Film „Alien“ in den Kinos auf der ganzen Welt aufgeführt und begeisterte Massen an Zuschauern. Der Film wurde ein Kassenschlager, so das es noch weitere Fortsetzungen von Ripley gab. Natürlich wollten andere Filmschaffende auch etwas von dem riesen Kuchen Erfolg abhaben. Somit entstanden fast unzählige Alien-RipOffs. Wobei es auch dort passable und auch durchaus annähernde Vertreter gab. Im Jahr 1986 versuchte sich der Regisseur Lance Lindsay ebenfalls daran ein RipOff an die Zuschauer zu bringen, mit dem Titel STAR CRYSTAL. Es war sein erster Film als Regisseur, knapp vier Jahre später folgte noch ein weiterer Spielfilm, der jedoch auch das Ende seiner kurzen Karriere als Mann auf dem Chefstuhl einläutete.

    Das sich Filme an anderen Filmen durchaus bedienen ist allseits bekannt und in der Branche nichts neues mehr. Auch fast schamlos wirkende Kopien von Blockbustern sind an der Tagesordnung und befüllten die Videotheken im ganzen Land. Solch ein Streifen ist auch STAR CRYSTAL geworden. Zahlreiche Klischees werden hier nathlos aneinander gereiht und abgehakt. Das Skript vom Film schien sehr einfach und einfallslos gewesen zu sein. Denn man kopierte zahlreiche Elemente aus „Alien“ in die Story. Jedoch leierte man alles innerhalb von knapp 5 Minuten runter, was dem Spannungswert von STAR CRYSTAL gar nicht gut tut. Durch den Einsatz eines Aliens was sich an der Besatzung bedient, drückte man den SciFi Streifen noch mit ins Horror Genre. Doch der Bodycount bleibt sehr überschaubar, denn die Besatzung besteht nur aus ein paar Mann bzw. Frau.

    Die Darsteller der Besatzung des Raumschiffes sind fast alle zu Zeiten des Drehs Laien und Nachwuchsschauspieler. Nur ein paar Ausnahmen aus der kompletten Cast Liste, konnten nach STAR CRYSTAL noch weitere kleinere Filmrollen bekommen. Alle anderen sind bei einem Auftritt in einem Film hängen geblieben und konnten keine weiteren Angebote bekommen. Aufgrund der wenigen Erfahrung der Darsteller, wirken ihre Rollen im Film sehr holprig und hölzern. Dazu noch unpassende Mimiken, die durch die deutsche Synchronisation noch einen drauf bekommen. Sinnlose und Belanglose Dialoge sind somit zu vernehmen und schieben den Streifen noch in die Schublade Trash.

    STAR CRYSTAL ist kein B-Movie, man könnte ihn beruhigend noch eine Etage tiefer einsiedeln. Ein C-Movie mit billigen und einfachen Effekten. Das Flair eines riesen Raumschiffes kommt so gut wie gar nicht auf. Vor allem alle Räume sind nur durch Gänge verbunden, die man nur auf allen vieren durchqueren kann. Somit ist die Logik auch auf der Strecke geblieben. Dazu noch überall alte Elektrogeräte, ein paar Zusatzblinklichter und einen Teppich der nur angemalt einen Fussboden von einem Raumschiff darstellen soll.

    Auch was die Effekte des Alien angeht, ist das geringe Budget mehr als deutlich zu erkennen. Eine Mischung aus Slimer und E.T. – Form von E.T. und Optik schleimig wie Slimer aus „Ghostbusters“. Das das Alien was sich später mit Namen vorstellt, innerhalb kurzer Lernphase an den Computern des Schiffes sich ein immenses Wissen über die Menschen aneignete, wirkt wie eine Kopie aus „Nr. 5 Lebt!“

    Doch die Logik und der urige Einfallsreichtum der Skriptschreiber wird noch gesteigert. Im letzten Drittel wandelt sich innerhalb von Minuten der Film zu einem herzergreifenden Drama. Die letzten Überlebenden spielen mit ihm Gesellschaftsspiele, Essen zusammen und reparieren gemeinsam das Schiff! Ja richtig gelesen, die Feinde sind Freunde geworden. Sowas kennt man vor allem aus „Enemy Mine – Geliebter Feind“. Doch so einen abrupten Genrewechsel gibt es nur selten in der Filmwelt.

    Die Spannung ist nicht vorhanden, die Effekte und Kulissen sind sehr einfach und billig, und der Score wechselt von piepsenden Tönen bis hin zu Melodiestücken, aber non Stop ohne auffallenden Pausen, somit etwas nervig. STAR CRYSTAL ist aufgrund vieler Defizite, nur Fans von trashigen Filmen eine Empfehlung wert. Alle anderen werden sich sicherlich sehr schnell langweilen und den Film frühzeitig ausschalten.

    STAR CRYSTAL gab es lange Zeit nur auf VHS und wurde nun von STARLIGHT FILM auf DVD in den Handel gebracht, im Vertrieb von EDEL Germany in der „HORROR CULT COLLECTION“. Die Bild und Tonqualität bewegt sich auf guten VHS Niveau.
     
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    DAS ASS DER ASSE (1982)
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    Jo Cavalier, Trainer der französischen Boxmannschaft, die zur Berliner Olympiade von 1936 fährt, trägt den Spitznamen ‚As der Asse‘. Als ehemaliger Boxer und As der Jagdflieger im Ersten Weltkrieg lebt er jedoch nicht nur von der Erinnerung. Bei der Eröffnung der Olympiade trifft er einen alten Gegner der Lüfte und Freund über die Grenzen hinweg wieder, der jetzt als General zur Umgebung des ‚Führers‘ gehört. Im Verlauf seines Aufenthaltes wird Jo in politische Abenteuer verwickelt, aus denen ihn nur sein Kumpel aus Kriegstagen und sein eigenes Geschick befreit.



    Gute Komödien müssen nicht immer zwangsläufig aus den USA stammen, auch unser Nachbarland Frankreich hat einige Vertreter zu bieten. Man kennt einige namen-hafte Schauspieler aus dem Land der Baguettes und Wein. Sei es Louis De Funes, Jean Reno und nicht zu vergessen Pierre Richard. Doch auch der zumeist in Krimi beheimatete Jean-Paul Belmondo ist ein sehr beliebter und bekannter französischer Schauspieler. 1982 drehte der Franzose Gerard Oury die Abenteuer-Komödie DAS ASS DER ASSE mit Belmondo in der Hauptrolle. Die beiden arbeiteten ein paar Mal erfolgreich zusammen. Aber auch die anderen oben genannten französischen Kollegen waren oft mit Oury gemeinsam am Werk. In der Filmlaufbahn von Oury findet man noch Titel wie „Der sanfte mit den schnellen Beinen“ von 1978, „Drei Bruchpiloten in Paris“ von 1966 und „Das Superhirn“ von 1969 ebenfalls mit Belmondo in der Hauptrolle.

    DAS ASS DER ASSE ist eine temporeiche, wahnwitzige Satire auf das damalige Nazi Regime in den End 30er Jahren. Die Story ist familienfreundlich gestaltet und inszeniert worden, zwar benötigt der Film etwas Anlaufzeit um sich zu entfalten, aber wer etwas Geduld aufbringt wird mit einigen Schmunzlern und Lachern belohnt werden. Belmondo seine typische Art des Humors kommt in DAS ASS DER ASSE vollends zur Geltung und Entfachung. In seiner typischen Kalauer Art und Weise nimmt er es mit deutschen Soldaten auf, nicht nur per Wortgefecht, er retten einigen Juden das Leben und verkuppelt Hitlers Schwester noch erfolgreich, ohne es sich nehmen zu lassen den Führer zu veräppeln. Ein respektloser Belmondo wie ihn die Fans lieben!

    Auch kommt ein wenig Action ins Spiel und ein paar Autoverfolgungsjagden sind inbegriffen, immer mit einem lockeren und munteren Belmondo dabei. Auf Überraschungen und Wendungen im Plot wird der Zuschauer sanft vorbereitet und erlebt keine sonderlichen Verwirrungen. Auch wenn die Story etwas ernster ist, so bietet DAS ASS DER ASSE einen Film für die ganze Familie, und das nicht nur für Belmondo Fans. Nur an ein paar Szenen wird etwas Sentimentalität in die Geschichte eingestreut, die aber den Hauptfaden nicht außer Augen verliert.

    DAS ASS DER ASSE gibt es in Deutschland auf VHS und DVD. Von „Universum Film“ als Einzel DVD mit einer Freigabe von FSK 12 erschienen, sowie in einer Box mit 5 Amaray-Hüllen im Schuber; enthalten sind folgende Filme: „Musketier mit Hieb und Stich“, „Ein irrer Typ“, „Der Puppenspieler“ und „Der Boss“.
     
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