Regisseur Thomas Vinterberg war mit „Submarino“ 2010 erstmals im Wettbewerb der Berlinale vertreten, nun kehrt er mit seinem neuesten Werk „Die Kommune“ (OT: „Kollektivet“) nach Berlin zurück.

In „Die Kommune“ lässt der international gefeierte Regisseur, einst selbst in einer bunten Wohngemeinschaft aufgewachsen, auf heitere und anrührende Weise die experimentier-freudigen, optimistischen 1970er Jahre wieder aufleben. Er liefert das ebenso schonungslose wie humorvolle Porträt einer Generation, die aus Idealismus antrat, kollektive Wohnformen zu erproben, und dabei an Problemen scheiterte, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Ein fröhliches, modernes, emotional intensives Filmvergnügen, das uns das Leben in seiner ganzen Widersprüchlichkeit präsentiert.

Für Erik und Anna beginnt alles wie ein Traum. Als Erik eine großzügige Villa in einem Kopenhagener Nobelviertel erbt, beschließt das Paar, sein konventionelles Familienleben hinter sich zu lassen, und gründet mit Freunden und Bekannten eine Kommune. Der Alltag der kunterbunten Hausgemeinschaft aus Paaren, Singles und Kindern ist geprägt von Freundschaft, Liebe und fröhlich-entspanntem Laissez-faire. Regelmäßige Partys, gemeinsame Essen und Hausversammlungen an der großen Tafel stärken das Gemeinschaftsgefühl, und bis auf kleinere Fehlbeträge in der Bierkasse scheint alles zu stimmen. Doch als Erik sich in die hübsche Studentin Emma verliebt und sie ins Haus aufnimmt, droht die von lässigem Miteinander geprägte Stimmung zu kippen. Der Konflikt zwischen privaten Bedürfnissen und großen Idealen wird zu einer Zerreißprobe für die verlassene Anna und die gesamte Kommune.

Nach seinem Oscar-nominierten Erfolg „Die Jagd“ machte Thomas Vinterberg mit „Am grünen Rand der Welt“ einen Ausflug nach Hollywood. Nun besinnt er sich wieder auf seine Wurzeln. Wie schon bei „Submarino“ (2010) und „Die Jagd“ (2012) schrieb Vinterberg das Skript zusammen mit dem Filmemacher Tobias Lindholm. Neben den beiden dänischen Spitzenschauspielern Trine Dyrholm („Love Is All You Need“, „Das Fest“) und Ulrich Thomsen („In einer besseren Welt“, „Das Fest“) gehören dem wunderbar schrägen Ensemble von „Die Kommune“ auch die international bekannten Darsteller Fares Fares („Schändung“, „Jalla Jalla“) und Lars Ranthe („Die Jagd“, „Adams Äpfel“) an.

Bildquellen:

  • 66_Berlinale_Plakat: © Internationale Filmfestspiele Berlin