Die Romanvorlage von Marlen Haushofer wurde vor 60 Jahren aufs Papier gebracht und ist immer noch hochaktuell. Sexuelle Nötigung und Schuld durch Mitwisserschaft sind die Leitmotive des Romans und seiner Verfilmung „Wir töten Stella“.

Stella (Mala Emde), unerfahren und jung, geht ahnungslos ihrem Untergang entgegen. Richard (Matthias Brandt) verführt sie, seine Ehefrau Anna (Martina Gedeck) beobachtet die Affäre mit kühlem Blick. So wird Stella das Opfer einer kaputten, bürgerlichen Familienidylle, die mit allen Mitteln erhalten werden soll. Annas Niederschrift der eigenen Mitschuld ist die beklemmende Bestandsaufnahme einer einsamen Ehefrau und Mutter.

„Wir töten Stella“ ist Anfang des Jahres bundesweit in den Kinos gestartet. Die Literaturverfilmung ist das Prequel zu „Die Wand“, bei der Julian Roman Pölsler ebenfalls Regie führte. „Die Wand“ erreichte ein großes nationales und internationales Publikum. Mit „Wir töten Stella“ ist Pölsler erneut eine überzeugende Verfilmung gelungen, in der er sehr elegant – durch Querverweise ins Salzkammergut – den Bogen zu „Die Wand“ spannt.

In „Wir töten Stella“  ist erneut eine phänomenale Martina Gedeck in der Hauptrolle als Gefangene im Goldenen Käfig zu sehen. Neben Martina Gedeck brillieren Matthias Brandt („Polizeiruf 110“, „Babylon Berlin“) als Ehemann und in der Rolle der Stella Mala Emde („Meine Tochter Anne Frank“).

„Wir töten Stella“ erscheint am 18. Mai 2018 auf DVD und Blu-ray u.a. bei Amazon

Bildquellen:

  • Wir_töten_Stella: ©AV-Visionen

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