Vor der Fertigstellung von „Jane“ hat  sich Brett Morgen der undankbaren Aufgabe angenommen und alte Archive durchstöbert. Bei National Geographic stieß er dabei auf einen großen Fundus nie zuvor gesehenen 16mm-Filmmaterials, das nun nach 50 Jahren Muff dem breiterem Publikum zugänglich ist.
 
Die bahnbrechende Umweltschützerin Jane Goodall behauptete einmal, dass sie das tun würde, was in ihrer Zeit eigentlich nur Männer vorenthalten war. Der Film kommt am 8. März in die Kinos. 
 

„Jane“ von Brett Morgen

Morgen, der vom Wall Street Journal als Revolutionär des Amerikanischen Dokumentarfilms beschrieben wurde, erzählt Goodalls Geschichte ab 1960, als die 26-jährige Britin in einem entlegenen Gebiet des nordwestlichen Tansania ankommt, um Schimpansen zu studieren. Von ihrer Tierliebe angetrieben, aber ohne jegliches formale Training, triumphiert Goodall in einem männlich-dominierten Feld und stellt die konventionellen Forschungsmethoden mit ihrer einzigartigen Herangehensweise an die Tierbeobachtung in Frage. Geduldig erlangt sie das Vertrauen der Tiere und macht schnell Schlagzeilen mit der Entdeckung, dass Schimpansen hochintelligente soziale Kreaturen sind, die Werkzeuge benutzen, um Nahrung zu sammeln.

 
Als der niederländische Filmemacher Hugo van Lawick 1964 geschickt wird, um ihre Arbeit zu dokumentieren, verlieben sich der Filmemacher und das Subjekt nach kurzer Zeit in einander, heiraten und bekommen ein gemeinsames Kind. Aber Goodall ist erschüttert, als ihre geliebten Schimpansen einem Ausbruch von Polio unterliegen und sich in einen brutalen Krieg begeben.
 
Anhand von van Lawicks überwältigendem Tierfilmmaterial und exklusiven Interviews mit Goodall sowie Forschungsmaterial des Jane Goodall Instituts und Familienvideos der Goodalls, bietet Morgen ein unvergleichliches, intimes Porträt einer Frau, die es gegen jede Wahrscheinlichkeit geschafft hat, eine der beliebtesten Umweltschützerinnen der Welt zu werden.
 
Jane Goodall reist seit Jahrzehnten rund um den Globus, um Menschen für den Schutz von Tieren und Umwelt zu gewinnen. 1977 gründete die heute 83-jährige Britin das Jane Goodall Institute, das sich inzwischen in 30 Ländern für den respektvollen Umgang mit Menschen, Tieren und der Natur einsetzt. In ihrem Umwelt- und Sozialprogramm „Roots & Shoots“ engagieren sich mehr als 10.000 Gruppen von Kindern und Jugendlichen in über 100 Ländern für eine bessere Welt. Am 8. Dezember wurde Jane Goodall in Düsseldorf mit dem Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2017 für ihren Einsatz im Zeichen des Artenschutzes ausgezeichnet. 

Bildquellen:

  • Jane: © kinofreund eG 2018
  • Jane: © National Geographic Creative / Hugo van Lawick

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