"Toni Erdmann" der neue Film der Regisseurin Maren Ade, der im Wettbewerb des 69. Festival International du Film de Cannes seine Weltpremiere feiern wird, erscheint am 14. Juli 2016 in Deutschland in den Kinos.

Winfried, 65, ist ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, gespielt von Peter Simonischek,  der mit seinem alten Hund zusammenlebt, und er ist auch „Toni Erdmann“. Seine Tochter Ines – gespielt von Sandra Hüller – ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten also nicht unterschiedlicher sein: Er, der gefühlvolle Idealist, sie, die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem großen Outsourcing Projekt in Rumänien aufsteigen will und sich in einer Männerdomäne behaupten muss.

Da Winfried zu Hause also nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er, sie nach dem Tod seines Hundes spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Doch der Besuch führt nicht zu einer Annäherung. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und der unterschwelligen Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen E-Mails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse, und es kommt zum Eklat zwischen den beiden.

Doch statt wie angekündigt Bukarest zu verlassen, überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines’ Berufsleben ein mit der Behauptung, der Coach ihres Chefs zu sein, und begleitet sie bei beruflichen Terminen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein, und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung:
Je härter sie aneinander geraten, desto näher kommen sie sich.

„Toni Erdmann“ ist eine Produktion von Komplizen Film (Janine Jackowski, Maren Ade, Jonas Dornbach) in Koproduktion mit coop99 Filmproduktion, knm und Missing Link Films unter Senderbeteiligung von SWR, WDR und ARTE. Die Produktion wurde gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, Eurimages, DFFF, FFA, Medienboard Berlin-Brandenburg, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, ÖFI, Filmstandort Austria, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Filmfernsehfonds Bayern und Media. Der Weltvertrieb ist The Match Factory.

Bildquellen:

  • TONI ERDMANN: ©Komplizen Film

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