Na Hong-jins übersinnliches Meisterwerk „The Wailing - Die Besessenen" wurde 2016 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes im Rahmen des offiziellen Programms gezeigt. Fest steht, „The Wailing - Die Besessenen" ist nichts für Menschen mit einem schwachen Herz. 

Ab 23. Februar im Handel auf DVD – „The Wailing – Die Besessenen“

Eine Reihe von bestialischen Übergriffen und grausamen Morden erschüttert ein kleines Dorf in Südkorea. Scheinbar ohne jeglichen Grund greifen sich Nachbarn in brutalster Weise an. Der Dorfpolizist Jong-gu bemüht sich um Aufklärung, doch es gibt keine erkennbare Erklärung für die Welle an Gewalt. Umso schneller kochen die Gerüchte und Schuldzuweisungen hoch. Es heißt, ein japanischer Einsiedler, der seit kurzem in einer Hütte im Wald haust, stecke hinter der Mordserie. Die Lage droht zu eskalieren, als eine dämonische Macht von der Tochter des Polizisten Besitz ergreift. Um sie zu retten, setzt Jong-gu auf die Hilfe eines Schamanen und entfesselt dabei die wahre Macht des Bösen.

Das verschlafene Dorf Goksung liegt tief in den südkoreanischen Bergen. Unentwegt regnet es. Der etwas unbeholfene Dorfpolizist Jong-gu wird des Morgens zum Einsatz gerufen, Mord. Als er am Tatort eintrifft, findet er einen apathischen, von Ausschlä- gen und Beulen übersäten Familienvater vor, der seine Frau bestialisch niedergestochen hat. Die Erklärung der Kollegen: Im Blut des Angreifers ließ sich ein halluzinogener Pilz nachweisen. Ein tragischer Einzelfall. Doch schon bald häufen sich die Vorfälle, in denen einst unbescholtene Familienmitglieder ihre Sippe kaltblütig ermorden. Es mehren sich Gerüchte, ein Zugezogener, bloß als „Der Japaner“ verschrien, hätte etwas mit den Gräueltaten zu tun. Steckt wirklich er dahinter? Jong-gu plagen indes Albträume, in deren Mittelpunkt der Japaner steht.

Beim Wachesitzen an einem Unglücksschauplatz begegnet er einer mysteriösen jungen Frau. 5 In den Ascheresten des verbrannten Hauses eröffnet sie Jong-gu, dass sie Zeugin des ganzen Geschehens war. Eines der Opfer hätte ihr zugeflüstert, dass der Japaner ein Geist sei, der seinen Opfern das Blut aussaugt. Sie gibt Jong-gu zu verstehen: Je öfter der Japaner auftaucht, desto mehr spricht dafür, dass man auf seiner Opferliste steht. Jong-gu, sein Kollege und der örtliche Diakon machen sich auf den Weg zu einer verborgenen Hütte im Wald, um endlich der Spur des Japaners nachzugehen. Was Jong-gus Kollege dort zu sehen bekommt, verstört ihn zutiefst: ein Zimmer, ein Schrein mit Artefakten und zahllosen Fotos von Opfern der geheimnisvollen Seuche, die hier wütet – immer sowohl vor und nach ihrem Ableben. Jong-gus Kollege beginnt erst auf der Rückfahrt seine Entdeckung preiszugeben.

Jong-gu mag dem Übersinnlichen immer noch nicht wirklichen Glauben schenken. Doch als sein Kollege ihm einen Schuh mit der Inschrift seiner Tochter zeigt, den er bei dem Japaner gefunden hat, erkennt Jong-gu, dass es um mehr als halluzinogene Pilze geht. Zurück bei seiner Tochter erkundigt er sich bei ihr nach dem Japaner. Sie gibt zwar zu, ihm begegnet zu sein, weigert sich aber vehement eine Erklärung abzuliefern. Während sie schläft untersucht er ihren Körper und entdeckt den typischen Ausschlag. In ihrem Malheft findet er brutale Zeichnungen, die seiner Tochter gar nicht ähnlich sehen. An diesem Abend muss die Familie schließlich mit ansehen, wie das kleine Mädchen völlig die Fassung verliert.

Voller Entsetzen und Hilflosigkeit macht sich Jong-gu am nächsten Tag, zusammen mit dem Diakon, erneut auf zur Hütte des Japaners. Jong-gu stellt ihm ein aggressives Ultimatum: Entweder er verschwindet und lässt seine Familie und alle anderen in Ruhe, oder er wird gelyncht. Während sich im Dorf die Bewohner weiter aus unerklärlichen Gründen selbst erhängen und apathisch-aggressiv auf ihre Verwandten losgehen, entscheidet Jong-gus Familie, nun selbst direkt betroffen, die Hilfe eines Schamanen anzunehmen. Um die Tochter von dem scheinbaren Fluch zu befreien, wird ein Ritual abgehalten. Der Schamane warnt den Dorfpolizisten eindringlich davor, ihn zu unterbrechen oder etwas zu tun, was das Ritual stören könnte.

Doch genau das passiert, denn Jong-gu kann die quälenden Schmerzen seiner Tochter nicht länger ertragen. Nicht seine Tochter soll leiden, sondern der Japaner. Von dessen Schuld überzeugt, fährt Jong-gu am nächsten Tag mit anderen aus dem Dorf in den Wald, um das Problem endlich aus der Welt zu schaffen. Die Konfrontation gerät außer Kontrolle und bringt nicht die erwünschte Erlösung. Seine Tochter scheint nach wie vor besessen zu sein, die Gewaltausbrüche im Dorf halten an. Auch die mysteriöse junge Frau taucht wieder auf und selbst der Schamane scheint nicht ganz unbeteiligt zu sein. Am Ende steht Jong-gu vor einer Entscheidung über Leben und Tod.

„The Wailing – Die Besessenen“ wird u.a. bei amazon erscheinen. 

Bildquellen:

  • Poster_The_Wailing: © Neue Pierrot le Fou
  • The_Wailing: © Neue Pierrot le Fou