„The Assassin“ startet bundesweit im Delphi Filmverleih am 30. Juni 2016 in den deutschen Kinos.

China, Mitte des 9. Jahrhunderts, die Macht der Tang-Dynastie hat ihren Zenit überschritten. Es ist die Hochblüte der Poesie und erstmals entsteht die Idee romantischer Liebe. Hier siedelt der taiwanesische Meisterregisseur Hou Hsiao-Hsien seine lyrische, in Altmandarin gedrehte Geschichte um die Attentäterin Nie Yin-Niang an. Der Filmemacher drehte einen formvollendeten Wuxia Film, der in virtuos komponierten Bildern und an entlegenen Schauplätzen Chinas und der inneren Mongolei entstand.

Als Kind von zehn Jahren wurde Nie Yin-Niang ins Exil geschickt, um sie aus dem politischen Machtzentrum auszuschließen. Sie wird von einer taoistischen Nonne in Martial Arts zu einer Attentäterin ausgebildet. Ihre Fähigkeit soll sie nun, dreizehn Jahre später, im Dienst der Machterhaltung der Zentralregierung einsetzen. Die junge Frau wird in ihre einstige Heimat entsandt. Der Befehl: Nie Yin-Niang soll Tian Jian töten, den Gouverneur der größten militärischen Provinz im Norden Chinas. Als Kind war sie ihm, ihrem Cousin, zur Ehefrau versprochen worden. Die Konfrontation mit der Vergangenheit setzt Nie Yin-Niang widerstreitenden Gefühlen aus. Da ist die melancholische Erinnerung an ihre Liebe, die Pflicht gegenüber der Meisterin und die politische Situation ihrer Heimatprovinz Weibo: Denn tötet sie den Gouverneur, werden dessen minderjähriger Sohn und damit dessen Mutter, Tian Jians machtbesessene und intrigante Gemahlin, die Provinz beherrschen.

Regisseur Hou Hsiao-Hsien, eine Ikone des asiatischen Arthouse-Kinos, gelang mit „The Assassin“ eine Saga von geradezu hypnotischer Schönheit. Damit hat er 2015 beim Internationalen Filmfestival in Cannes das Publikum, die Kritik und auch die Jury unter Vorsitz von Joel und Ethan Coen begeistert: Sie hat Hou Hsiao-Hsien mit dem begehrten Regiepreis ausgezeichnet.

Bildquellen:

  • The Assassins: ©SpotFilms

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