Winterzeit ist Fernsehzeit. Wenn es draußen nass und kalt ist, gibt es kaum etwas Schöneres als sich mit einer Tasse Tee in eine Decke zu kuscheln und mal wieder einen echten Filmklassiker zu schauen. Das lohnt sich in diesem Jahr doppelt, denn immer mehr Filme werden von den Produktionsfirmen neu digitalisiert und in Ultra HD (UHD) veröffentlicht. Sony Pictures kennzeichnet solche Restaurierungen beispielsweise mit “Mastered in 4K”.

 

4K-Inhalte nur mit dem passenden Geräten empfangbar

Ultra HD, auch als 4K bezeichnet, hat eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel, also knapp über 8 Millionen Bildpunkte pro Einzelbild. Das Ergebnis ist ein viermal schärferes Bild als bei Full HD, dem Standard herkömmlicher Blu-rays – vorausgesetzt man verfügt über die entsprechenden Abspielgeräte. Die Preise für UHD-Player und 4K-Fernseher fallen jedoch immer weiter und bereits jedes zweite TV-Gerät, das derzeit in Deutschland verkauft wird, soll für das Fernsehen der Zukunft gerüstet sein.

 

Die Hersteller freut die Nachfrage nach 4K, doch für den Konsumenten bleibt ein Problem: Wer einen Blick in die TV Spielfilm oder eine andere Programmzeitschrift wirft, wird feststellen, dass die TV-Sender kein 4K übertragen. Selbst HD wird oftmals nur verschlüsselt und damit gegen Entgelt ausgestrahlt. ProSiebenSat.1 und ZDF haben bereits einige Formate in Ultra HD gesendet, aber “geschummelt”. Die Sendungen wurden über HbbTV verbreitet. Dafür braucht der Zuschauer sowohl einen Fernseher, der diesen Internet-Standard unterstützt, als auch eine schnelle Internetverbindung. Ein Druck auf die rote Taste der Fernbedienung wechselt dann zu Ultra HD.

 

Die Streamingdienste sind den Fernsehsendern einen Schritt voraus

Solange es kein nennenswertes TV-Programm in 4K gibt, sind Streamingdienste die Lösung. Hier sind bereits mehrere 1.000 Stunden UHD-Material abrufbar. Netflix-Serien wie „Orange is the new black“ oder “Dark” werden im neuen Standard produziert. Auch Amazon Prime Video zieht mit. Voraussetzung: Der Zuschauer sollte eine Internetanbindung von mindestens 25 Megabit pro Sekunde haben und muss für 4K in der Regel etwas tiefer in die Tasche greifen.

 

Wer dazu bereit ist, kann einige Filmklassiker hochaufgelöst genießen. Auf Netflix steht beispielsweise “Jerry Maguire – Spiel des Lebens” mit Tom Cruise zur Verfügung, für den Cuba Gooding junior einen Oscar für den besten Nebendarsteller bekam. Ein weiterer 4K-Film mit mehrfacher Oscar-Prämierung ist “Philadelphia” mit Tom Hanks.

 

Besonders groß ist die Auswahl auf Amazon Prime Video. Hier gibt es beispielsweise “T2 Trainspotting”, “Die Brücke am Kwai” und die “Men In Black”-Filme in Ultra HD. “Taxi Driver”, “Spider Man”, “Lawrence of Arabia”, “Die Hochzeit meines besten Freundes” – hier findet jeder den passenden Film in 4K, um sich die grauen Wintertage angenehmer zu gestalten.

 

Sichtbar besseres Bild für maximalen Filmgenuss

Ultra HD lohnt sich. Wer mal einen Film in 4K gesehen hat, ist begeistert und will nichts anderes mehr. Das liegt auch daran, weil in den neuen Fernsehern auch die Technologie High Dynamic Range (HDR) integriert ist. Dadurch sind die Bilder nicht nur schärfer, sondern auch kontrastreicher und natürlicher.

 

Die Fernsehsender arbeiten daran, immer mehr eigene 4K-Inhalte zu produzieren. Dennoch wird es sicher noch einige Jahre dauern, bis UHD Standard ist. Derweil sind die Hersteller von TV-Geräten bereits an der nächsten Technologie. Samsung hat auf der IFA 2018 8K-Fernseher vorgestellt. Kosten: ab 5.000 Euro.

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