Im Kampf der Streamingdienste setzt Amazon ein nächstes Zeichen: Der bisher in der kompletten Prime-Mitgliedschaft enthaltene Video-on-Demand (VoD)-Service wird vom US-Unternehmen künftig auch separat angeboten und begibt sich damit in direkte Konkurrenz zu Netflix.

Mit aufwendigen Eigenproduktionen versuchen sich die momentan größten Streaminganbieter Amazon Prime Instant Video und Netflix gegenseitig das Wasser abzugraben und die Vormachtstellung am Video-on-Demand (VoD)-Markt zu sichern. Wer den Videodienst des Online-Versandhändlers nutzen wollte, musste bisher aber eine Prime-Mitgliedschaft abschließen, wo Prime Instant Video als Beigabe fungierte. Wie die „New York Times“ berichtet, wird die künftig nicht mehr nötig sein, denn seit Sonntag sind die Inhalte unter dem Namen „Prime Video“ auch separat und als monatliches Abo erhältlich.

Vorerst jedoch nur in den USA, wo für das Streamen von Serien wie „Transparent“, „The Man in the High Castle“ oder „Mozart in the Jungle“ künftig 8,99 US-Dollar fällig werden. Das ist im Monat einen Dollar günstiger als die HD-Option von Netflix, zu dem sich Amazon nun in einen direkten Konkurrenzkampf begibt. Des Weiteren sollen über „Prime Video“ auch Filme oder Serien heruntergeladen werden können, um sie später offline sehen zu können.

Im Vergleich zur kompletten Prime-Mitgliedschaft, die in den Staaten 99 Dollar im Jahr kostet, kostet das reine VoD-Abo den Kunden jedoch 8,88 Dollar pro Jahr mehr, wie die „New York Times“ vorrechnet. Noch teurer wird es, wenn man Prime statt einmal im Jahr monatlich bezahlt, was Amazon auch möglich macht. Die 10,99 Dollar pro Monat bedeuten aufs Jahr gerechnet 32,88 Dollar mehr als bei der bisherigen Praxis. Das monatliche Abo soll jedoch auch jederzeit kündbar sein.

Bildquellen:

  • Amazon-Logo: © Amazon

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