Gerade mal einen Monat nach der Veröffentlichung von „Der Fluch des Dämonen“, erschien am 24. März mit „Planet der toten Seelen“ der zweite Eintrag in den „bunten“ Potpourri an schwarz-weißen Genre-Klassikern im B + C-Bereich.

1958 schuf Roger Corman ganz unter dem Einfluss der ersten russischen Sputnik-Mission „Planet der toten Seelen“, der mit Dick Miller und Susan Cabot zwei seiner Stammschauspieler vereint. Dieser Film ist einzigartig, wurde er doch für seine deutsche Fassung auf besondere Art um einige Minuten erweitert. Er zeigt eines der interessantesten Beispiele deutscher Bearbeitung eines kleinen, aber feinen Science Fiction-Streifens aus der unerschöpflichen Filmfabrik von Kultregisseur Roger Corman.

Allerdings ist es „Planet der toten Seelen“ fast schon unfair gegenüber ihn direkt auf solch einen fulminanten Starttitel folgen zu lassen. Auch wenn Regisseur Roger Corman mal wieder auf ein zum damaligen Zeitpunkt extrem aktuelles Thema aufspringt (Sputnik 1 wurde kurz zuvor ins All geschossen), so stammt der Reiz des Films diesmal wohl nicht aus dem Können des kreativen Kult-Produzenten Corman, sondern eher aus der Vermarktungsstrategie des hiesigen Verleihers Mercator Film, welcher der integralen Version ganze 14 Minuten (!!!) zusätzliche selbst-produzierte Szenen spendierte, die nicht nur Cormans Geschichte aufpolieren und sich wie nahtlos in das ursprüngliche Fassung einfügen, sondern diese auch mit großen Namen wie der Synchron-Legende Klaus Kindler (Stammsprecher von Clint Eastwood) oder dem späteren Traumschiff-Doktor Horst Naumann besetzte.

Der Weltraum, unendliche Weiten. Schon mehrmals gelang es den Wissenschaftlern des Projektes „Sigma“ nicht, eine tödliche Strahlenbarriere im All zu durchbrechen und tapfere Astronauten ließen dabei ihr Leben. Nun endlich könnte der große Moment da sein. Die alles entscheidende Mission startet. Doch körperlose Wesen von jenseits der Erde haben andere Pläne. Sie bemächtigen sich des Projektleiters und bringen durch Sabotage und Mord das Projekt, die Besatzung, ja sogar die ganze Erde in Gefahr. Können diese bösen Mächte rechtzeitig aufgehalten werden?

„Planet der toten Seelen“ ist ab sofort für die Heimkinosammlung erhältlich.

Bildquellen:

  • Planet der toten Seelen: © Anolis Film