Gleich vier Ankündigungen mit "Prädikat wertvoll" liegen vor. "Brooklyn" und "Valley of Love", so wie "Die Wahlkämpferin" mit Sandra Bullock und der Dokumentarfilm "Hello David" kommen in die Kinos.

Herausragende Filme zeichnet „Die Deutsche Film- und Medienbewertung“ (FBW) mit den Prädikaten „wertvoll“ und „besonders wertvoll“ aus. Über die Auszeichnungen entscheiden unabhängige Jurys mit jeweils fünf Filmexperten aus ganz Deutschland. Die FBW bewertet die Filme innerhalb ihres jeweiligen Genres.

Gleich vier Filme, die bald in den Lichtspielhäusern zu sehen sein werden, wurden von der FBW entsprechend ausgezeichnet: „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“, „Valley of Love“, „Die Wahlkämpferin“ mit Sandra Bullock, so wie der Dokumentarfilm „Hello I am David“.

„Die Wahlkämpferin“ und „Brooklyn“

„Die Wahlkämpferin“ ist eine tragikomische Satire von David Gordon Green, in der Sandra Bullock eine mit allen Wassern gewaschene
Wahlstrategin namens Jane Bodine spielt. Eine gleichnamige Doku lieferte die Vorlage zu Greens Film. Der Gegner von Janes Mandant wird von einem Mann beraten, mit dem Jane noch eine große (auch persönliche) Rechnung offen hat. Gekonnt changiert der Film zwischen Politsatire und ernsten dramatischen Momenten, die den Zuschauer mehr als einmal über die Moral und den Wert von Politik und politischen Wahlversprechen nachdenken lassen. Die Jury der FBW zeichnete den von George Clooney produzierten Film mit dem Prädikat „wertvoll“ aus.

John Crowleys „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“ (Start 21. Januar) erzählt die Geschichte des armen, irischen Mädchens Ellis Lacey, die
Dank der Vermittlung einen Job und eine Unterkunft in Brooklyn ergattert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es Ellis, sich in Amerika ein eigenes Leben aufzubauen, zusammen mit ihrem italienischen Freund Tony. Doch dann ruft eine schreckliche Nachricht sie nach Irland in die alte Heimat zurück. John Crowleys erzählt die Geschichte von Ellis, die Saoirse Ronan zauberhaft und stark verkörpert, als Einzelschicksal, das stellvertretend für viele Geschichten junger Auswanderer im 19. und 20. Jahrhundert steht und auch heute noch seine Relevanz hat.

FBW meint dazu, dass die Leiden der jungen Frau glaubhaft dargestellt würden, was representativ für den Schmerz der Ausgewanderten hinsichtlich des Verlusts von Heimat sei. Auch in Bezug auf gegenwärtige Situationen, so die FBW, sei die Inszenierung von „Brooklyn“ gelungen.

„Valley of Love – Tal der Liebe“ und „Hello I am David“

Das französische Beziehungsdrama „Valley of Love – Tal der Liebe“ (Start 21. Januar), das Regisseur Guillaume Nicloux vor uramerikanischer Kulisse spielen lässt, erzählt die gescheiterte Beziehung eine Ehepaares um den Tod ihres Sohnes Michael. In einem Brief bittet der Verstorbene seine Eltern, innerhalb eines genannten Zeitraums zu bestimmten Uhrzeiten an diversen Treffpunkten im Death Valley zu erscheinen. Sein Versprechen: Auch er würde da sein. Dies ist die spannende und auch geheimnisvolle Ausgangssituation von „Valley of Love – Tal der Liebe“. Die Jury war beeindruckt von diesem „Kammerspiel als Roadmovie“ und schreibt in ihrer Begründung für das höchste Prädikat „besonders wertvoll“: „Huppert und Depardieu inspirieren sich
gegenseitig so, dass die Szenen im Film schauspielerisch zu ihren besten seit langer Zeit zählen. So ist VALLEY OF LOVE zugleich ein
intimer und ein großer Film.“

Die Filmemacherin Cosima Lange porträtiert in ihrem Dokumentarfilm „Hello I am David“ (Start: 21. Januar) den australischen
Konzertpianisten David Helfgott, der schon 1996 den Film „Shine“ mit Geoffrey Rush in der Hauptrolle inspirierte. Helfgott, der
mittlerweile über 65 Jahre alt ist, hat nichts von seiner großen Lebenslust und -freude verloren, mit der er sein Instrument spielt,
auf Menschen zugeht und sich mit ihnen austauscht, auch wenn schwierige Jahre, die er in der Nervenheilanstalt verbringen musste,
hinter ihm liegen. Für die Jury ist eine der Stärken des Films, wie nah Lange dem Porträtierten kommt und wie sehr so auch der Zuschauer die Wärme und Freude verspürt, die Helfgott ausstrahlt. Die Jury der FBW verlieh dem „respektvollen und intimen“ Filmporträt einstimmig das Prädikat „wertvoll“.

Weitere Kinostarts:

In der kommenden Woche starten: Die Kinder- und Jugendfilme „Sebastian und die Feuerreiter“ und „Wie Brüder im Wind“ sowie der Dokumentarfilm „Family Business“. Mehr Informationen zu aktuellen und kommenden FBW-Empfehlungen unter www.fbw-filmbewertung.com.

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