Der Zweite Weltkrieg ist schon über 70 Jahre vorbei, doch manche Auswirkungen lassen sich heute noch spüren. Da wäre zum Beispiel ein mittlerweile gealterter Offizier der deutschen Wehrmacht. Kurz vor dem Ende seines irdischen Lebens im gesegneten Alter von 92 Jahren will er seine verlorene Liebe in der heutigen Ukraine wiedersehen. Die Enkelin tut ihr möglichstes den Großvater von der Reise abzuhalten, doch das ist nicht genug. Beide landen im Zug gen Osten. Einer sucht das Glück, die andere findet ihr Glück. "Leanders Letzte Reise" ist ein Film, der ans Herz geht. Liebenswerte Darsteller (Jürgen Prochnow,Petra Schmidt-Schaller) und eine uns fremde Kultur bereichern den Film und unterhalten den Zuschauer. Kaum einer, der nicht die Daumen drückt, damit der Alte seine verlorene Liebe findet. Am 21. September wissen wir alle mehr, denn dann ist der Kinostart des Roadmovies.

Der 92-jährige Eduard Leander (Jürgen Prochnow) hat den größten Teil seines Lebens bereits hinter sich. Er könnte sich einen schönen ruhigen Lebensabend machen. Doch den rüstigen und rührigen Rentner will noch einmal allein auf eine letzte Reise gehen. Allein, denn seine Frau ist gerade gestorben. Der Kontakt zu seiner Tochter Uli (Suzanne von Borsody) und zu seiner Enkelin Adele (Petra Schmidt-Schaller) ist eher selten. Auch die beiden Frauen haben ein schwieriges Verhältnis zueinander. Die Tochter kritisiert den unsteten Lebensstil ihrer Tochter, die ihr Studium beendet und einen Job als Kellnerin angenommen hat. Ausgerechnet jetzt soll die Enkelin Adele ihren Großvater von seiner Reise abhalten und ihn im letzten Moment aus dem Zug nach Kiew holen. Doch der störrische Eduard will sich nicht von seinem Vorhaben abbringen lassen.

Doch Eduard wird von einem alten Traum getrieben. Er hat sich in den Kopf gesetzt, seine verlorene Liebe wiederzufinden, die er als junger Offizier der deutschen Wehrmacht im Osten zurücklassen musste. Wie der Zufall es will, landet die Enkelin Adele wider Willen mit ihrem Großvater im Zug in die Ukraine. So müssen sie die Reise gemeinsam antreten in die von Kriegswirren geplagte Ukraine. Der unverhoffte Ausflug steckt jedoch voller Überraschungen für beide. Denn Eduard hat nicht nur ein überraschend großes Herz, in ihm schlummern auch erstaunliche Geheimnisse, die er nach und nach seiner Enkelin preisgibt. Und wer hätte gedacht, dass die überzeugte Single-Frau Adele ihr Herz ausgerechnet im fernen Osteuropa verlieren würde?

In seinem ebenso gefühlvollen wie aufwühlenden Drama schlägt Nick Baker Monteys (DER MANN, DER ÜBER AUTOS SPRANG) Brücken zwischen Jung und Alt, krisengeschüttelter Ukraine und deutscher Vergangenheit, privater Geschichte und politischer Historie. LEANDERS LETZTE REISE ist ein berührendes Roadmovie, das dem Kino bislang vollkommen unbekanntes Terrain erschließt. In den Hauptrollen liefern sich Jürgen Prochnow (DIE DUNKLE SEITE DES MONDES, THE DA VINCI CODE – SAKRILEG) und Petra Schmidt-Schaller (STEREO, SOMMER IN ORANGE, UNKNOWN) einen pointierten Schlagabtausch. Suzanne von Borsody (HANNAS REISE, HANNI & NANNI 1-3) überzeugt als dauergenervte Mutter, Tambet Tuisk (POLL, ICH UND KAMINSKI, TSCHILLER – OFF DUTY) als cool-charmanter Lebenskünstler.

Leanders Letzte ReiseFilminfo zu „Leanders Letzte Reise“

  • Originaltitel: Leanders Letzte Reise
  • Kinostart: 21. September 2017
  • Genre: Roadmovie
  • Produktionsland: Deutschland
  • Filmlänge: 107 Minuten
  • FSK: ab 6 Jahre
  • FBW: Prädikat Besonders Wertvoll
  • Besetzung: Eduard Leander Jürgen Prochnow, Adele Petra Schmidt-Schaller, Lew Tambet Tuisk, Uli Susanne von Borsody, Boris Artjom Gilz, u.v.a.

Stab

  • Regie: Nick Baker Monteys
  • Drehbuch: Nick Baker Monteys, Alexandra Umminger
  • Produktion: Siegfried Kamml, Christian Alvart, Timm Oberwelland
  • Ko-Produktion: Peter Eiff, Theodor Gringel
  • Kamera: Eeva Fleig
  • Schnitt: Dagmar Lichius
  • Musik: Christoph Berg
  • Szenenbild: K.D. Gruber
  • Kostümbild: Heike Fademrecht
  • Casting: Tina Böckenhauer

Bildquellen:

  • „Leanders Letzte Reise“ – Plakat: Bild: TOBIS Film GmbH
  • „Leanders Letzte Reise“ – Szene: Bild: TOBIS Film GmbH

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