„Wer ist Oda Jaune?“ Sie malt verwachsene, verstümmelte Menschen, Nackte ohne Geschlecht, Köpfe ohne Gesicht. Bilder die abstoßend wirken, auf den ersten Blick, aber doch eine tiefergehende Geschichte erzählen und Einblick ins Seelenleben der Künstlerin geben. Konträr dazu malt Oda Jaune auch Menschen im Glück, Menschen im Paradies, Menschen, die fliegen können. Zarte Bilder. Oda Jaune stammt aus Bulgarien, hat an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, wurde Meisterschülerin bei Jörg Immendorff und schließlich seine wunderschöne Frau. Nach Immendorffs Tod 2007 verließ sie Deutschland und zog nach Paris. Dort mit ihr Kontakt aufzunehmen, war für die Filmemacherin Kamilla Pfeffer nicht einfach. Fast zwei Jahre dauert es, ehe sie zu dem intimen Film „Wer ist Oda Jaune?“ bereit war.

Der Dokumentarfilm von Kamilla Pfeffer über die Malerin Oda Jaune feierte bei der diesjährigen Berlinale seine Uraufführung.

Die Berlinale berichtete über den Film durchweg positiv. Sie beschreibt Oda Jaune als Frau weniger Worte, aber sobald sie etwas sagt klänge das durchweg schön, und auch inhaltlich ist es besonders. Lauter spreche ihre Malerei. Sich diesem Prozess der Wort-Bild-Findung anzunähern, wage die KHM-Studentin Kamilla Pfeffer in ihrem Abschlussfilm, womit sie dem Publikum ein sehr intimes Künstlerporträt präsentieren würde.

Das Monopol Magazin schreibt, dass es sich mehr Künstler wie Oda Jaune wünsche.

„Wer ist Oda Jaune?“ ist ein Dokumentarfilm von Kamilla Pfeffer

D 2016 – 75 Min – Berlinale 2016 – Kinostart: 23. Juni 2016

 

Bildquellen:

  • Filmstill1 by MAGDALENA HUTTER_Oda Jaune: ©Magdalena Hutter/ Kamilla Pfeffer