In den 1980er und 1990er erschütterte eine Welle von Missbrauchskandalen die USA. Kinder berichteten von Vergewaltigungen, Folterungen und satanischen Ritualen. Aufgedeckt wurden diese durch die Regressionshypnose, eine Therapie, bei der mit Hilfe von Suggestiv-Fragen traumatische Erinnerung der Patienten erforscht werden.

Allerdings stellte sich ziemlich schnell heraus, dass die Geschehnisse, die mit diesem Verfahren aufgedeckt worden, zum Großteil nie statt gefunden haben. Die Angeklagten wurden anschließend vor Gericht freigesprochen und die Falschanschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs gingen in die Geschichte der längsten und teuersten amerikanischen Justizirrtümern ein.

Der spanische Regisseur Alejandro Amenábar („The Others“, 2001) hat sich jene Ereignisse als Grundlage für seinen neuesten Film „Regression“ genommen. Der Thriller spielt im Jahre 1990 in der Kleinstadt Minnesota und handelt von dem Polizisten Bruce Kenner (Ethan Hawke), der im Fall von Angela Gray (Emma Watson) ermittelt. Sie bezichtigt ihren Vater John (David Denick) des sexuellen Missbrauchs. Dieser räumt seine Schuld auch ein, kann sich aber an die genaue Tat nicht erinnern.

Bruce zieht den renommierten Psychologe Kenneth Raines (David Thewlis) zu Rate, der Johns verdrängte Erinnerungen mit Hilfe einer Regressionstherapie wieder hervorholen möchte.  Während der Behandlungen kommen düsterste Geheimnisse zum Vorschein. Scheinbar wurde Angela nicht nur Opfer ihres eigenen Vaters, sondern auch einer satanischen Sekte. Die Ermittlungen in diese Richtung bringen Detective Kenner fast um den Verstand. Er leidet plötzlich unter Wahnvorstellungen und Alpträumen. Gibt es den Teufel etwa wirklich?

„Regression“ ab heute in den deutschen Kinos.

 

Bildquellen:

  • Regression: © TOBIS Film

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