Ab dem 18. Mai ist das Biopic „Julian Schnabel - A private Portrait“ auch im Heimkino zu sehen. Der Film zeigt einen Menschen, der mehr ist als das oft beschworene Enfant terrible: Krisengerüttelter Künstler, Oscar - nominierter Filmemacher („Schmetterling und Taucherglocke“), verlässlicher Freund und liebender Familienvater. Pappi Corsicato porträtiert hautnah einen vielseitigen Freigeist, dessen Werk und Leben bewegt und inspiriert. Der Film startete bereits am 11. Januar in den deutschen Kinos.

Neu im Kino: „Julian Schnabel – A Private Portrait“

1951 in New York City geboren, zog Julian Schnabel 1965 mit seiner Familie nach Brownsville, Texas. Von 1969 bis 1973 studierte er an der Universität von Houston und schloss sein Studium mit einem Bachelor of Fine Arts ab. 1973 kehrte er zurück nach New York, um das Independent Study Program am Whitney Museum zu besuchen. Schon seine Bewerbung fiel aus dem Rahmen. Der 22-Jährige legte sein Werk zwischen zwei Sandwichscheiben. Mit Erfolg: Er wurde auf der renommierten Kunstschule angenommen.

1978 reiste Schnabel quer durch Europa und war in Barcelona besonders beeindruckt von der Architektur Antoni Gaudís. Im gleichen Jahr schuf er sein erstes Tellerscherben-Gemälde „The Patients and the Doctors“. Seine erste Soloausstellung ließ nicht lange auf sich warten. Im Februar 1979 wurde sie von der Galeristin Mary Boone in New York organisiert. Nie zuvor in der Geschichte waren so junge Künstler so schnell dermaßen erfolgreich. Er gehört zu den sogenannten „Jungen Wilden“ der 1980er Jahre. Neben Jean-Michel Basquiat und Keith Harring zählt Schnabel zu den Hauptvertretern des amerikanischen Neoexpressionismus. Großflächige Werke sind Schnabels Markenzeichen. Viele seiner Bilder verfügen über eine unkonventionelle Materialität, sind auf unebenen Oberflächen von gebrochenem Glas oder Porzellan gemalt. Weltweit widmeten zahlreiche Museen seiner Kunst umfangreiche Einzelausstellungen.

Seine Werke sind in vielen namhaften Museen und öffentlichen und privaten Kunstsammlungen auf der ganzen Welt vertreten. Sie befinden sich u.a. im Metropolitan Museum, im Museum of Modern Art und im Guggenheim Museum in New York, in der Tate Gallery in London, im Museum of Contemporary Art in Tokyo, im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid, im Hamburger Bahnhof in Berlin, im Kunstmuseum in Basel und im Centre Georges Pompidou in Paris. Große Museen wie 2016 das Ludwig Museum in Koblenz widmen ihm gegenwärtig wieder Ausstellungen.

Extravaganz, Provokation und Genie sind nur einige der Schlagworte, die immer wieder im Zusammenhang mit Julian Schnabel fallen. Pappi Corsicato blickt in „Julian Schnabel – A private Portrait“ hinter die Fassade des prominenten Malers und Filmemachers und offenbart den Menschen hinter dem Künstler.

Schnabel öffnet sein privates Archiv, spricht über seine Anfänge als Künstler, die skandalträchtige New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre und über künstlerische wie persönliche Krisen wie den Tod seines engen Freundes Lou Reed. In „Julian Schnabel – A private Portrait“ kommt auch die Familie des Künstlers, so wie Freunde und langjährige Wegbegleiter wie Al Pacino, Willem Dafoe, Bono und Emmanuelle Seigner zu Wort.

„Julian Schnabel – A private Portrait“ ist ab dem 18. Mai 2018 für das Heimkino u.a. bei Amazon erhältlich. 

 

Bildquellen:

  • Julian_Schnabel: © Porfirio Munoz, Weltkino
  • Julian_Schnabel: ©Sante D'Orazio

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