In Zeiten von Partnerschaftsportalen, Flirt-Apps fürs Smartphone und Speed-Datings gilt es als völlig normal, sich per Internet virtuell zu treffen. Aber nur selten hält der Eindruck, den man im virtuellen Raum des Internets vom Partner gewinnt, der Realität stand. So lernen sich auch Emma und Leo kennen, per fehlgeleiteter E-Mail. Aus den anfänglichen leichten Dialog entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, aber beide sind (noch) nicht frei. Dann wächst der Wunsch, den jeweils anderen kennenzulernen und in der Realität zu treffen. Kann man sich virtuell verlieben und die Beziehung im realen Leben fortsetzen? Die Antwort gibt es im gleichnamigen Roman des österreichischen Schriftstellers Daniel Glattauer oder ab 12. September im Kino.

Ein kleiner Fehler bringt Emma Rothner (Nora Tschirner) und Leo Leike (Alexander Fehling) zusammen. Emma vertauscht zwei Buchstaben bei einer E-Mail-Adresse und die Mail landet in Leos Postfach. Und Leo antwortet prompt auf die fehlgeleitete Mail. So kommen beide in einen Dialog, der schnell an Fahrt aufnimmt und immer intimer wird. Es sind Dialog mit Fragen und Antworten, die man einem/einer Unbekannten problemlos stellen kann, den man im realen Leben nicht treffen wird. Der E-Maildialog hält einige Wochen an und aus dem anfänglichen Interesse wird eine virtuelle Freundschaft.

Leo und Emma halten zunächst an ihrer virtuellen Verbindung fest und zeigen keinerlei Absichten, sich persönlich treffen zu wollen. Der Linguist Leo steckt noch in einer einseitigen Beziehung mit seiner Ex-Freundin Marlene (Claudia Eisinger) fest und Emma ist mit Bernhard (Ulrich Thomsen) verheiratet und hat zwei Stiefkinder. Aber die Kommunikation zwischen Leo und Emma pendelt zwischen Vertrautheit, Anonymität und unverbindlicher Intimität hin und her. Da stellen sie sich eines Tages die Frage, ob sie sich nicht doch einmal von Angesicht zu Angesicht treffen sollten, denn beide warten schon sehnsüchtig auf die nächste Nachricht des Anderen. Kann man sich ausschließlich durch Austausch von E-Mails richtig verlieben? Und werden die virtuell ausgetauschten freundschaftlichen Gefühle einer Begegnung in der Realität standhalten? Und was, wenn ja?

Der Bestseller „Gut gegen Nordwind“ des Schriftstellers Daniel Glattauer schafft es auf die große Leinwand. In den Hauptrollen spielen Nora Tschirner die Rolle der Emma und Alexander Fehling die Rolle des Leo. An ihrer Seite sind in dieser modernen Liebesgeschichte Ulrich Thomsen als Emmas Mann Bernhard, Ella Rumpf als Leos Schwester Adrienne, Claudia Eisinger als seine Ex-Freundin Marlene und Lisa Tomaschewsky als Clara zu sehen. Vanessa Jopp hat die Regie übernommen. Das Drehbuch schrieb Jane Ainscough.

„Gut gegen Nordwind“ ist eine Komplizen Film Produktion in Koproduktion mit Erfttal Film und Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion im Verleih von Sony Pictures Entertainment. Der Film wurde gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, dem Deutschen FilmFörderFonds (DFFF), der FFA Filmförderungsanstalt, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH).

Bildquellen:

  • „Gut gegen Nordwind“ – Szene: Bild: © 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH / Anne Wilk