Sei es ein steiniges Pokergesicht, das die Spannung steigert, oder die Schlächter-Figur, die zur Opferrolle wird – jeder Film hat einen Hintergrund, von dem die meisten Menschen nicht viel wissen. Wir haben einige der besten Filme zusammengestellt, deren Hintergründe bis jetzt nur wenigen vorbehalten wurden!

 

Casino – (k)eine Lizenz für Rosenthal

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen? Das World Wide Web ist seit seiner Konzeption zu einem wesentlichen Bestandteil unseres Lebens geworden und ob wir es mögen oder nicht, wir sind weitgehend davon abhängig. Das Internet hat die Arbeitsweise vieler Branchen verändert und unzählige neue geschaffen. Eines der Bereiche, die stark betroffen waren, war das Glücksspiel – wir reden hier von Casino-Spielen, Sportwetten, Poker und dergleichen. Es gibt mittlerweile auch Seiten, die über die seriösen Online Casinos berichten, diese miteinander vergleichen und wo man heute schon Casino Spiele kostenlos spielen kann, die von Boni und Werbeaktionen begleitet werden. Damals gab es jedoch noch kein Internet und jede Hauptfigur im Film „Casino“ basiert auf einer realen Person. Sam „Ace“ Rothstein basiert auf Frank Rosenthal, Ginger McKenna basiert auf Geri McGee, Nicky Santoro basiert auf Anthony Spilotro und sogar Phillip Green basiert auf Allen Glick. Die Ähnlichkeiten sind überall und enden nicht mit den Charaktereigenschaften. Aufgrund seiner Verbindungen zur organisierten Kriminalität wusste der Mob, dass es zu riskant wäre, eine echte Casino Lizenz für Rosenthal zu erhalten. Einer der tragischsten Momente in Rosenthals Leben war der Tod seiner Ex-Frau Geri an einer Drogenüberdosis. Dies wird im Casino genau dargestellt, wobei Stones McKenna am Ende des Films in einem Motel einem ähnlichen Schicksal erliegt.

 

Hannibal Lecter – Psychater, Mediziner und Mörder mit IQ

Er ist einer der faszinierendsten Charaktere, die jemals auf die Leinwand gekommen sind.  Seit Jahrzehnten begeistern die Taten von Dr. Hannibal Lecter, brillanter Psychiater, Serienmörder und Kannibale, die Kinogänger und auch die hoch gelobte TV-Serie. Aber wie kam jemand auf diese Idee? Nun hat der Autor Robert Harris, der Schöpfer des Monsters, die Identität des echten Mannes offenbart, der ihn inspiriert hat. Als 23-jähriger Journalist traf Harris den Arzt im Nuevo Leon State Prison im mexikanischen Monterrey. Der Autor befand sich im Gefängnis, um Dykes Askew Simmons zu interviewen, einen ehemaligen Geisteskranken, der wegen der Tötung von drei Personen zum Tode verurteilt wurde. Er lernte ‚Dr. Salazar‚ kennen, Die wahre Identität von Dr. Salazar wurde nun als Alfredo Balli Trevino offenbart, der 2009 im Alter von 81 Jahren starb. Harris traf ihn 1963, als Balli Trevino 20 Jahre lang wegen des Mordes an seinem Geliebten Jesús Castillo Rangel gedient hatte. Damals war er medizinischer Praktikant. Er hatte Rangels Hals mit einem Skalpell als „Verbrechen der Leidenschaft“ aufgeschlitzt, seinen Körper in Stücke geschnitten und sie begraben, um sein Verbrechen zu verbergen. Harris nahm diese Inspiration für Lecter, für jemanden, den es eigentlich wirklich gab. 

 

John Wick – Brutalität mit Eleganz und Stil

Stil, Anmut und Eleganz sind keine Begriffe, die normalerweise mit Actionfilmen in Verbindung gebracht werden. Es ist ein Genre, das mit hochoktanigen Explosionen, Brutalität und Blutvergießen überflutet ist, aber sie werden oft nicht mit einem besonders einprägsamen Maß an filmischen Fähigkeiten gezeigt. Der von Keanu Reeves geleitete Rache-Thriller – mutig angefangen mit dem Mord an Wicks geliebtem Welpen – ist natürlich immer noch gewalttätig, aber dies ist Gewalt, die auf eine Art und Weise erobert wurde, wie man sie noch nie gesehen hat. Auffallend, originell und einzigartig. John Wicks herausragende Elemente waren die Direktoren Chad Stahelski und David Leitch sowie ihre energische Umsetzung der Waffenführung. John Woo kultivierte zuerst den Stil – eine Mischung aus Kung-Fu und mit „A Better Tomorrow“ von 1986. Bis dahin waren im Hongkonger Kino Schusswaffen weniger attraktiv als ästhetisch ansprechende Kampfsportarten, aber Woo lockte das Publikum mit einer Kombination aus Sinn für Anmutund akrobatischem Kampf mit visuell anregendem Waffenspiel. Die Siebziger inspirierten die Direktoren besonders: Sergio Leone Filme, Kurosawa, Matrix-Trilogie, Speed ​​Racer und japanischer Anime. Na dann dürfen wir schon bald auf John Wick 3 gespannt sein!

Zusammenfassung

Geschichten sind für das Publikum faszinierend, weil sie uns einen Eindruck davon vermitteln, wie Charaktere in den Menschen geformt werden, die wie sie selbst sein können. Einige Filme enthalten einen Einblick darauf, was einen Superhelden antreibt und was jemanden zum Bösewicht gemacht hat. Und einige Filme enthalten Hintergrundgeschichten, die nur wenigen Menschen bekannt sind und genau diese Geschichten haben die besten Filme aller Zeiten geformt, die wir alle schätzen, lieben und die uns faszinieren. Wer weiß, vielleicht ist einer der zukünftigen Filme die Grundlage für etwas Neues, was darauf wartet für das zukünftige Publikum „kreiert“ zu werden.

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