Seit kurzem ist „Loving Vincent“ in den heimischen Kinos zu sehen. Das Porträt ist über den niederländischen Maler ist der erste komplett gemalte Spielfilm. 125 Künstler aus aller Welt kreierten mehr als 65.000 Einzelbilder.

Das Plakat zum Film „Loving Vincent“

Er erforscht das komplizierte Leben und den umstrittenen Tod Vincent van Goghs, einer der berühmtesten Künstler der Geschichte. Über sechs Jahre dauerte der Schaffensprozess von der Idee bis zur Realisierung. Basierend auf akribischer Recherche und inspiriert von van Goghs Meisterwerken und 800 persönlichen Briefen lässt „Loving Vincent“ den Zuschauer in einem einmaligen Kinoerlebnis tief in die Welt des Vincent van Gogh eintauchen.

Frankreich, Sommer 1891. Ein Jahr nach dem Tod Vincent van Goghs taucht plötzlich ein Brief des Künstlers an dessen Bruder Theo auf. Der Postmann Joseph Raulin (Chris O’Dowd), der mit Vincent befreundet war, beauftragt seinen Sohn Armand (Douglas Booth), nach Paris zu fahren und den Brief persönlich zu übergeben. Armand ist alles andere als begeistert. Die Verbundenheit seines Vaters zu dem ausländischen Künstler, der sich selbst ein Ohr abgeschnitten haben soll und in die Nervenheilanstalt eingewiesen wurde, ist ihm peinlich. Widerwillig macht er sich auf den Weg, doch in Paris kann er Theo nicht finden. Vom Farbenlieferanten Pere Tanguy (John Sessions) erfährt er, dass Theo – am Boden zerstört durch den Verlust seines Bruders – nur wenige Monate nach Vincents Tod verstorben ist.

Pere berichtet dem Jungen, wie Theo seinen Bruder Vincent bei dessen unglaublicher Entwicklung unterstützt hat: Vom 28-jährigen Versager, der an drei Karrieren gescheitert war und in einer Scheune im Minengebiet im belgischen Borinage lebte, mit nur ein paar Büchern und keiner Ahnung, was er als nächstes tun sollte, zur neuen Kunstsensation von Paris zum Zeitpunkt seines Todes 10 Jahre später. Nach diesem Gespräch ist Armand überzeugt, den Freund seines Vaters falsch eingeschätzt zu haben, und will unbedingt wissen, warum Vincent, nach all seinen Kämpfen, ausgerechnet den Moment seines bevorstehenden Erfolgs wählte, um sich das Leben zu nehmen. Pere hat darauf keine Antwort.

Armand reist weiter zu Vincents letztem Aufenthaltsort, dem ruhigen Dorf Auvers-surOise, eine Stunde außerhalb von Paris. Er will Doktor Paul Gachet (Jerome Flynn) treffen, Vincents Arzt während dessen letzter Wochen, um Antworten auf seine Fragen zu bekommen. Der Arzt ist für ein paar Tage abwesend und Armand beschließt zu warten. Während dieser Zeit erzählen ihm die Dorfbewohner ihre verschiedenen Theorien darüber, warum sich Vincent das Leben nahm und wer dafür verantwortlich sei. Armand wohnt in dieser Zeit in der Auberge Ravoux, wo Vincent die letzten 10 Wochen seines Lebens verbracht hat und am 29. Juli 1890 durch eine Schusswunde starb. Hier trifft Armand die Tochter des Besitzers, Adeline Ravoux (Eleanor Tomlinson). Während er auf die Rückkehr des Doktors wartet, befragt er außerdem Dr. Gachets Haushälterin Louise Chevalier (Helen McCrory), Marguerite Gachet (Saoirse Ronan), die Tochter des Doktors, sowie den Bootsmann (Aidan Turner), den er am Fluss trifft, wo Vincent oft seine Tage verbracht hat.

Armand hat den Verdacht, dass die Wahrheit vor ihm verborgen wird, und fühlt sich wie eine Spielfigur im dörflichen Kleinkrieg. Er ist fest entschlossen, die Wahrheit herauszufinden – für seinen Vater, für das Gedenken an Vincent und auch für sich selbst. Ein Zusammentreffen mit der lokalen Polizei, eine unerwartete Begegnung mit einem zweiten Arzt und schließlich das lang erwartete Treffen mit dem lebhaften Dr. Gachet führen nicht nur zu ungeahnten und herzzerreißenden Offenbarungen, sondern auch zu Verständnis und Bewunderung auf Armands Seite für das leidenschaftliche und überraschende Leben des Vincent van Gogh.

 

Bildquellen:

  • Loving_Vincent: ©Weltkino Filmverleih GmbH
  • Loving_Vincent: @2017 Loving Vincent Sp.z.o.o. & Loving Vincent Ltd.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*