Der Dokumentarfilm „Akt“ des Regisseurs, Autors und Filmkomponisten Mario Schneider zeigt Menschen, die Model stehen – besondere Menschen mit einer besonderen Geschichte. Der Streifen „über das Innen und das Außen der Menschen“ startet am 14. April 2016 in den deutschen Kinos.

Mit einem Zitat von Michelangelo („Auf dass man tausend Jahr, nachdem wir starben, sehe, wie schön Ihr wart…“) beginnt der Film „Akt“. Mario Schneider portraitiert hier vier Personen, die zumindest eines verbindet: Sie sind Aktmodelle und stellen ihre Körper in den Dienst der Kunst. Sie tauchen aus der Schnelllebigkeit unserer Welt ab und nackt in der Mitte eines stillen Raumes wieder auf, in einer Pose verharrend, für Minuten und Stunden – und so wird jeder Protagonist selbst zu einer lebenden Skulptur.

Ein unbekannter Mensch wird zur Projektionsfläche des Zuschauers

Hier beginnt eine Beziehung, die schon viele Male Stoff für Filmgeschichten gewesen ist: das Aktmodell und sein Betrachter, der in diesem Falle sowohl der Maler als auch der Kinozuschauer ist. Ein uns unbekannter Mensch wird zur Projektionsfläche, und wir fragen uns: Wer ist dieser Mensch? Wie ist er? Was für ein Leben führt er? Noch bleibt das Modell ein unergründliches Rätsel. Es zieht uns hinein in die Haltung eines Körpers, in die Züge eines Gesichtes und in die Geschichte eines Menschen, und hinter dem Schein öffnet sich das Sein.

Hier beginnt eine Beziehung, die schon viele Male Stoff für Filmgeschichten gewesen ist: das Aktmodell und sein Betrachter, der in diesem Falle sowohl der Maler als auch der Kinozuschauer ist. Ein uns unbekannter Mensch wird zur Projektionsfläche, und wir fragen uns: Wer ist dieser Mensch? Wie ist er? Was für ein Leben führt er? Noch bleibt das Modell ein unergründliches Rätsel. Es zieht uns hinein in die Haltung eines Körpers, in die Züge eines Gesichtes und in die Geschichte eines Menschen, und hinter dem Schein öffnet sich das Sein.

Mario Schneider ist ein großartiger Gesprächspartner für seine Protagonisten. Schon in seinen vorhergehenden Filmen ist die große Nähe zu den Personen vor der Kamera, ihre Offenheit und Ehrlichkeit immer ein wertvoller Teil seiner dokumentarischen Arbeit gewesen. In „Akt“ wird das Sich-Zeigen und Sich-Öffnen nun auf doppelte Weise auch direkt zum Thema des Filmes, denn seine Hauptpersonen haben eines gemeinsam: Sie stellen sich als Aktmodelle an der Kunsthochschule zur Verfügung und zeigen sich nicht nur den Kunststudenten, sondern auch dem Kinopublikum. Je mehr wir aber von den Lebensgeschichten dieser sehr unterschiedlichen Menschen erzählt bekommen, desto klarer wird, dass die eigentliche Herausforderung nicht das Ausziehen der Kleidung ist.

In „Akt“ begegnen wir vier Menschen nicht nur als lebende Skulpturen, sondern als agierende Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Und am Ende stellen wir fest: Nacktsein heißt nicht bloß unbekleidet zu sein, denn Blöße gibt man sich (und gegenüber anderen) nicht nur dann, wenn man unverhüllt ist.

„Akt“ erscheint im Verleih der Produktionsfirma „42film“.
Webseite: 42film

Bildquellen:

  • Akt: Bild: © Friede Clausz, 42film GmbH