Kaum einer weiß, dass der Laufsport bis vor gar nicht allzu langer Zeit eine sehr exklusive und zumeist Männern vorbehaltene Sportart war. Die Pioniere des Laufens wurden damals gar als Außenseiter und Freaks angesehen und Laufen galt als ungesund. „Free to Run“ erzählt eine Geschichte der Emanzipation – der Emanzipation einer ganzen Sportart und deren Bewegung.

Entspannung, Fitness, Wettkampf, Gesundheit oder einfach nur Spaß – die Gründe zu laufen sind so vielfältig wie die Millionen Menschen, die das Laufen bereits für sich entdeckt haben. Noch in den 60er Jahren galten Sportler, die außerhalb eines Sportplatzes ihre Runden drehten, als Freaks. Frauen war die Teilnahme an Wettbewerben sogar verboten. Die ersten Stars der freien Runningszene in den USA wie Frank Shorter oder Steve Prefontaine lieferten sich mit den offiziellen Sportfunktionären einen kompromisslosen Kampf. Die Laufrebellin Kathrine Switzer setzte mit unglaublicher Chuzpe die Frauenrechte auf der Langdistanz durch. Den Grundstein für den Laufevent-Boom legte Fred Lebow, der exzentrische Erfinder des New-York-Marathons, dem bald viele Enthusiasten folgten. Die Leidenschaft dieser Pioniere wirkt bis heute ansteckend und inspiriert Menschen überall auf der Welt, die Freiheit des Laufens zu entdecken.

In den Gesprächen mit den Wegbereitern und Legenden des Runnings und in dem eindrucksvollen Archivmaterial werden der Spirit und die Energie spürbar, die heute so viele Menschen für das Laufen begeistern und es zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte gemacht haben. In welchem Maße Running boomt, belegen die Zahlen: Allein in Deutschland gibt es mehr als 19 Millionen aktive Läufer. Davon laufen sechs Millionen Sportler häufig und über 130.000 Menschen nahmen 2014 an den verschiedenen Marathonwettbewerben teil.

In „Free to Run“ kann man die unglaubliche Geschichte des Laufsports erleben. Von der Ausdrucksart gesellschaftlicher Außenseiter zum absoluten Massentrend – Regisseur Pierre Morath zeigt, dass Laufen weit mehr ist, als nur eine einfache Sportart. Ab 1. März als Video on Demand und ab 18. März 2016 auf DVD!

Bildquellen:

  • Free to Run: © DCM

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*