In der vierteiligen Thriller-Reihe "Stunde des Bösen" haben junge Drehbuch- und Regie-Talente zum zweiten Mal Gelegenheit, ihre Spielarten eines Thrillers einer breiten Masse von Zuschauern zu zeigen. Die Filme dieser neuen Auflage von "Stunde des Bösen" wurden ausschließlich von Regisseurinnen inszeniert. Eine Schulschwänzerin auf einem Selbstfindungsseminar gerät in den Einflussbereich eines zwielichtigen Therapeuten und seiner Frau. Die beiden rufen in der Schülerin Gefühle wach, die besser verdrängt geblieben wären. Der Sendetermin für "Die Familie" ist der 23. Oktober 2017 im ZDF um 0:20 Uhr.

Mit 17 Jahren hat man als junge Frau besseres zu tun, als in der Schule abzuhängen – denkt sich Isabell. Natürlich sieht das ihre Mutter anders. Sie schickt die notorische Schulschwänzerin in den Sommerferien auf ein Selbstfindungsseminar ins Riesengebirge. Die psycho-esoterische Gruppe soll Isabell helfen, auf den rechten Weg zurückzufinden. Geleitet wird die Gruppe in der Abgeschiedenheit der Natur von dem Therapeut Einar und seiner Frau Julia. Sie gelten als Experten auf dem Gebiet der systemischen Familienaufstellungen.

Isabell wollte ursprünglich nur als passive Teilnehmerin an den eigenwilligen Gruppensitzungen teilnehmen. Doch in der Gruppe entwickelt sich ein Wir-Gefühl, dem sich selbst Isabell nicht entziehen kann. Das liegt vor allem an dem charismatischen Einar, dem es gelingt, Isabell nachhaltig zu beeindrucken. Umgekehrt schmeichelt es Isabell, dass sie auf den deutlich älteren Mann Eindruck macht.

Alles beginnt als spannendes Abenteuer, bis eine der Kursteilnehmerinnen den Verstand verliert. Sie verschwindet über Nacht spurlos. Ist die junge Frau tatsächlich abgereist, wie Einar am nächsten Tag behauptet. Oder wurde sie Opfer eines Gewaltverbrechens? Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass Einar lügt. Das hat auf Isabell seltsame Auswirkungen. Sie sieht sich mehr und mehr in Einars Bann gefangen. Der Aufenthalt im wildromantischen deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebiet wird bald zu einem Albtraum, aus dem Isabell nicht mehr erwachen kann. Alles mündet in einem vorläufigen Höhepunkt, als Einar Isabells eigene familiäre Probleme versucht zu thematisieren. Dabei dringt der Therapeut regelrecht in Isabells Gedanken ein und rüttelt Emotionen wach, von deren Existenz Isabell selbst nichts wusste – und auch nie wissen wollte.

Stab

Regie Constanze Knoche
Buch Constanze Knoche, Leis Bagdach
Kamera   Andreas Bergmann
Schnitt Kai Minierski
Musik Felix Andriessens
Ton Michal Krajczok
Produzenten Leis Bagdach, Constanze Knoche, Holm Taddiken
Produktion Neufilm
Redaktion Diana Kraus, Lucas Schmidt
Länge  ca. 91′

Die Rollen und ihre Darsteller 

Einar Godehard Giese
Isabell Stephanie Amarell
Jule Karin Hanczewski
Meret Claudia Geisler-Bading
Tereza  Emma Drogunova
Saskia Alma Leiberg
Toby Leon Ullrich
Marie Siir Eloglu
Susanne Berit Künnecke
Gerd  Matthias Müller-Wurbs
Hardy   Mike Adiek
Inspektor Mirosław Baka
Katja  Rozalia Mierzicka

Biografie von Constanze Knoche (Buch und Regie)

Constanze Knoche studierte Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Es folgte das Studium der Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam sowie an der Filmakademie Wien und der Escola Superior de Teatro e Cinema Lissabon. Seit 2007 lebt sie als freie Regisseurin und Autorin für Film, Fernsehen und Theater in Berlin. Ihr Abschlussfilm „Teresas Zimmer“ gewann 2007 den First-Steps-Award. Ihr Debütfilm „Die Besucher“ (Prädikat Wertvoll) wurde 2012 auf dem Filmfest München uraufgeführt und lief auf zahlreichen internationalen Festivals. Ihr Dokumentarfilm „Sad Songs of Happiness“ (2014) wurde ebenfalls international ausgewertet. Als Autorin schrieb sie gemeinsam mit Leis Bagdach zudem Drehbücher unter anderem für „Ein Fall für zwei“ und „Letzte Spur Berlin“.

Biografie von Leis Bagdach (Buch und Produktion)

Leis Bagdach studierte nach dem Abitur Germanistik und Theaterwissenschaften an der Universität Leipzig. Seit 2000 lebt er in Berlin. Dort schrieb er für Theater, Fernsehen und Film („Ein Fall für zwei“, „Letzte Spur Berlin“, „Fernes Land“ (Regie: Kanwal Sethi), „Die Besucher“ und „Die Familie“ (Regie: Constanze Knoche). Seit 2014 ist er Teilhaber der Filmproduktionsfirma NEUFILM GmbH mit Sitz in Leipzig und Berlin.

Bildquellen:

  • „Die Familie“ – Szene: Bild: © ZDF und Andreas Bergmann

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