Der Film erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Frisörsalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Der Film rekonstruiert die Ermittlungen der Polizei anhand der Verhörprotokolle und es wird deutlich, dass als Täter für die Polizei vor allem die Opfer in Frage kamen. Ein ausländerfeindliches Motiv wurde weitestgehend ausgeblendet. Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet.

Auf eindrückliche Weise zeigt „Der Kuaför aus der Keupstrasse“ wie tiefgreifend der Bombenanschlag, aber auch die Verdächtigungen danach, das Leben im Kölner Stadtteil Mülheim erschüttert haben.

So wie in Köln wurden auch in den anderen Städten, in denen der NSU gemordet hat, zumeist die Angehörigen und ihr Umfeld verdächtigt. Der Film eröffnet die Diskussion über die Frage einer strukturellen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland auf eine neue Art, nämlich aus der Perspektive der Betroffenen.

Sondervorführungen und Filmgespräche zu „Der Kuaför aus der Keupstrasse“

NRW-Premiere
27.1. Köln, in Anwesenheit des Regisseurs, der Produktion und der Protagonisten im Depot des Schauspiel Köln um 20:00 Uhr

Filmgespräche mit dem Regisseur Andreas Maus im Rahmen des Festivals „Stranger than Fiction
28.1. Münster, Cinema, 18:30 Uhr
29.1. Bochum, Endstation Kino, 19:00 Uhr
30.1. Dortmund, sweetsixteen Kino, 15:00 Uhr

Kinotour und Filmgespräche mit dem Regisseur Andreas Maus und lokalen Unterstützerinitiativen der NSU-Opfer
17.2. Weimar Lichthaus
21.2. Hamburg, Zeise Kinos, 11 Uhr
22.2. München, City Kino, 20 Uhr
23.2. Berlin, Filmtheater Friedrichshain, 20 Uhr
25.2. Köln, Filmforum, 20 Uhr
25.2. Rostock, Lichtspiel Wundervoll (ohne Andreas Maus)
26.2. Nürnberg, Filmhaus, Uhrzeit tba
02.3. Bonn, Brotfabrik, 20 Uhr

 

Bildquellen:

  • Der Kuaför aus der Keupstrasse: © Foto: Karmen Frankl

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