„Der grosse Tag“ erzählt die Geschichte von den Jugendlichen Nidhi aus Indien, Albert aus Kuba, Deegii aus der Mongolei und Tom aus Uganda. Alle haben sie große Pläne mit ihrer Zukunft, doch um ihr Träume umzusetzen wird ihnen Ausdauer und viel Mut abverlangt. Denn sie können nicht ohne weiteres wettmachen, was ihren Familien fehlt: Geld.

Nach dem erfolgreichen Dokumentarfilm „Auf dem Weg zur Schule“ (2013) des französischen Regisseurs Pascal Plisson, der ihm nicht nur internationale Anerkennung sondern auch einen César einbrachte, stellt „Der grosse Tag“ die thematische Fortsetzung dar. Vier jungen Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Erde werden mit der Kamera auf ihrem Weg zum vermeintlich wichtigsten Tag in ihrem Leben begleitet.

Nidhi aus Indien muss beispielsweise einen landesweiten Test bestehen: Jeden Tag sitzt sie am Schreibtisch und paukt das Rechnen, um ein Stipendium an einer der großen Universitäten zu bekommen. Ihr Ziel ist es eines Tages als Ingenieurin arbeiten zu können. Der elfjährige Albert aus Havanna möchte das Boxen erlernen und irgendwann mal die Fäuste als Champion gen Himmel recken. Um an einer Sportschule angenommen zu werden, braucht er gute Schulnoten und muss einen kommenden Wettkampf gewinnen.

Die ebenfalls elfjährige Deegii aus der Mongolei möchte an einer renommierten Artistenschule angenommen werden, um sich dort als Schlangenfrau ausbilden zu lassen. Der 19- jährige Ben aus Uganda wiederum verfolgt seinen großen Traum, Ranger in einem Nationalpark zu werden. Alle Vorbereitungen der vier Protagonisten laufen auf einen ganz großen Tag hinaus, an dem sich ihre Zukunft entscheidet.

„Der grosse Tag“ ist eine Geschichte über die Jugend weltweit und erzählt dabei gleichzeitig auch immer die Kultur- und Landesgeschichte seiner Protagonisten, so wie auch soziale Probleme eingehend thematisiert werden. Augen öffnend ist sicherlich mit wie viel Empathie der Regisseur Pascal Plisson die Problematik des sozialen Aufstieges mit Hilfe seiner Protagonisten einfängt. Sein Film lässt den Zuschauer mit faszinierenden jungen Persönlichkeiten mitfiebern, die mit viel Humor und Ausdauer nicht nur für sich, sondern für ihre Familien und ihr Land Großes erreichen wollen.

Plisson engagiert sich als Botschafter der internationalen Stiftung „Aide et Action“, die jungen Menschen in ärmeren Regionen der Welt Zugang zur Bildung ermöglicht. Schön früh in seinem Leben begann er als Dokumentarfilmer um die Welt zu reisen, seine Bewunderung für die Heranwachsenden in unterentwickelten Regionen in seinen Filmen zu porträtieren und in wunderschönen Bildern von unberührter Natur und pulsierenden Großstädten einzufangen.

Bildquellen:

  • Der_grosse_Tag: © 2012 UNIVERSUM FILM GMBH

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