„Cowspiracy“ ist das neueste Werk der Dokumentarfilmer Kip Anderson und Keegan Kuhn. Mit und in ihrem Film präsentieren sie erschreckend aufschlussreiche Zahlen und unglaubliche Fakten unter anderem zu den Themen Agrarwirtschaft und industriell betriebener Viehzucht: So wird z. B. für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch über 15.000 Liter Wasser (für 1 Kilo Reis sind es 2.500 Liter) benötigt; 91 Prozent der Rodung des Amazonas-Regenwaldes geht auf das Konto der Nutztierhaltung; 30 Prozent des anbaufähigen Bodens wird weltweit für die Fleischproduktion, d. h. für Weideland und den Anbau von Futtermitteln, verwendet. Doch der einerseits schockierende, andererseits sympathisch und durchaus humorvoll erzählte Dokumentarfilm Cowspiracy beinhaltet nicht nur trockenes Zahlenwerk, sondern auch interessante Interviews und anschauliche Vergleiche: 2 Monate Duschen verbraucht beispielsweise ca. 2.500 Liter Wasser – die gleiche Wassermenge wie bei der Erzeugung eines Burgers! Eine Farm mit 2.500 Milchkühen produziert genauso viel Müll wie eine Stadt mit 411.000 Einwohnern!

Zu den Hintergründen informieren die Filmemacher in diesem Zusammenhang ebenfalls: Industriell betriebene Viehzucht und Agrarwirtschaft seien unser Klimakiller Nummer Eins und damit hauptsächlich für die globalen Umweltprobleme verantwortlich. Dies gehe aus einem offiziellen Bericht des Worldwatch Institutes hervor. Demzufolge würden weltweit mindestens 51 Prozent aller in die Erdatmosphäre freigesetzten Treibhausgas-Emissionen durch Nutztiere verursacht, während lediglich 13 Prozent auf den vielgeschmähten Transportsektor entfielen.  Die Frage sei, warum wird diese wichtige Tatsache selbst von namhaften Umweltorganisationen wie Greenpeace, Sierra Club, Surfrider Foundation oder dem Rainforest Action Network mehrheitlich ausgeblendet würde, sagen die Filmemacher. Genau das hätten die Dokumentarfilmer Kip Andersen und Keegan Kuhn daher herausfinden wollen, als sie mit ihren Recherchen zu Cowspiracy, einem wichtigen und wegweisenden Film begannen und eben erwähnte Umweltschutzorganisationen mit unbequemen Fragen konfrontierten.

Enthüllend wie „Blackfish“, inspirierend wie Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit“: „Cowspiracy“ deckt die verheerenden Auswirkungen der industriellen Viehwirtschaft auf unseren Planeten auf und bietet nachhaltige Alternativen an, mit dem Ziel, Mutter Erde vor dem Kollaps zu bewahren (Trailer ansehen).

„Cowspiracy“ wurde mit dem Publikumspreis auf dem Südafrikanischen Eco Film Festival 2015 bedacht und mit dem Preis für den „besten ausländischen Film“ beim zwölften Festival de films de Portneuf sur l’environnement prämiert.

Weitere Informationen gibt es auf der Website von Cowspiracy.

Bildquellen:

  • Cowspiracy: polyband

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