„Chamissos Schatten“ ist eine Filmreise zur Beringsee in drei Kapiteln von Ulrike Ottinger, mit Reisenotizen von Adelbert von Chamisso (Stimme - Hans Zischler), Georg Wilhelm Steller (Stimme - Burkhard Klausner), Captain James Cook (Stimme - Thomas Thieme) und Ulrike Ottinger. Die drei Kapitel von „Chamissos Schatten“ mit einer Gesamtlänge von zwölf Stunden kommen in vier Teilen ins Kino. Der erste Teil startet am 24. März 2016.

Im Film begibt sich die Regisseurin und Künstlerin auf die Spuren der Naturforscher und Entdecker des 18. und 19. Jahrhunderts, auf die Spuren von James Cook, Adelbert von Chamisso und anderen. Chamisso schrieb das Märchen „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ über einen Mann, der in Siebenmeilenstiefeln die Welt bereist, bevor er an einer russischen Entdeckungsexpedition teilnahm.

Ottinger thematisiert das und wiederholt die Routen ihrer Vorbilder, reist von Alaska über Tschukotka nach Kamtschatka. In ihrem Logbuch hält sie künstlerisch und ethnografisch interessante Dinge fest. Aber sie trifft auch Menschen, die aus ihrem Leben berichten, die von ihrer Vergangenheit und Gegenwart erzählen. Ottinger zeigt sie bei der Arbeit, beim Singen und immer wieder auch dabei, wie sie fischen…

Ulrike Ottingers Dreharbeiten zu „Chamissos Schatten“ führten sie in die weit entfernten Regionen des Beringmeers. Der Wind, die Wellen und das Interesse an den Menschen leiteten sie nach Kamtschatka, Tschukotka, Alaska und zur Inselkette der Aleuten. Hier, weit im Norden, stoßen der eurasische und der amerikanische Kontinent aufeinander, und dem Auge bieten sich spektakuläre Meeres- und Vulkanlandschaften. Hier kreuzen sich verwandte Ethnien und Kulturen, die von einer langen Geschichte kolonialer Überformungen geprägt sind und dennoch Teile ihrer indigenen Sprache und ihres alten Wissens bewahrt haben. Und hier kollidieren die wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen der Einwohner und der globalen Politik.

Beeindruckende Bilder verbinden sich mit historischen Berichten

Wie ihre Forscher-Vorbilder schrieb Ottinger ihr eigenes Logbuch und machte beeindruckende Bilder, die die Landschaften, die Pflanzen und Tiere und die dort lebenden Menschen zeigen. Mit dem ihr eigenen, künstlerisch-ethnographischen Blick verknüpft sie die historischen Berichte, Erkenntnisse und bildlichen Darstellungen mit ihren persönlichen Reisenotizen und Aufnahmen. So berühren sich Vergangenheit und Gegenwart im Film, werden historische und kulturelle Veränderungen deutlich.

Ein Spannungsverhältnis entsteht zwischen damals und heute, das zeigt, wie untrennbar beides zusammengehört – so wie der Schatten und Peter Schlemihl, der ihn in Adelbert von Chamissos „Wundersamer Geschichte“ erst verliert und ihm dann mit Siebenmeilenstiefeln über alle Kontinente nachjagt.

Infos unter: http://www.ulrikeottinger.com/index.php/chamissos-schatten1010.html

Kinostart-Termine:
Kapitel 1:  24. März 2016
Kapitel 2 (Teil 1):  14. April 2016
Kapitel 2 (Teil 2):  5. Mai 2016
Kapitel 3:  26. Mai 2016.

Bildquellen:

  • Chamissos Schatten: Bild: ©Kölner Filmpresse & Service GmbH

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