Mit „Ein Mann namens Ove“ von Regisseur Hannes Holm ist jetzt die Verfilmung des schwedischen Bestsellers von Fredrik Backman in den deutschen Kinos gestartet. In Schweden hat der Streifen bereits Millionen Besucher in die Lichtspielhäuser gelockt.

Niemand wünscht sich einen Nachbarn wie Ove. Er liebt die Ordnung und kontrolliert jeden Morgen, ob auch kein Müll auf der Straße liegt, das Fahrverbot durch die Siedlung eingehalten wird oder ob auch ja die Garagentore abgeschlossen sind. Der einzige Mensch, mit dem Ove sanftmütig redet, ist seine Frau. Doch die ist tot. Und er wünscht sich nichts sehnlicher, als wieder mit ihr vereint zu sein. Und so plant Ove seinen Selbstmord. Doch auch bei diesem penibel vorbereiteten Plan scheint ihn immer jemand aus der Nachbarschaft zu stören.

Ganz im Stil der Vorlage vereint der Film, dessen Titelfigur Rolf Lassgard grandios verkörpert, den augenzwinkernden und trockenen Humor mit berührenden Momenten der Erinnerung Oves an sein langes und ereignisreiches Leben. „Der Film ist mit einer Riege von Charakterdarstellern, die die Skurrilität der Figuren sehr unterhaltsam betonen, glänzend besetzt. Zu den Stärken des Drehbuchs gehören die pointierten Dialoge und die feine Balance zwischen Groteske und anrührenden Szenen. Eine außergewöhnlich gut gelungene Komödie.“ So urteilt die fünfköpfige Expertenrunde der Deutschen Film- und Medienbewertung“ FBW und verleiht dem Film das höchste Prädikat „besonders wertvoll“.

Gelungene Balance von großer Unterhaltung und berührenden Momenten

Geschickt hält der Film die Balance zwischen großer Unterhaltung, die auch aus den leichtfüßigen Dialogen resultiert, und tiefen wahrhaftigen Momenten, die im gelungenen Zusammenspiel des gesamten Ensembles voller authentischer und wundervoll besetzter Figuren entstehen. An der Spitze steht dabei Rolf Lassgård als Ove. Äußerst überzeugend spielt er seine Rolle als mürrischer und polternder Miesepeter, der auf die Welt nicht gut zu sprechen ist und sie am liebsten aussperren möchte. Doch als die junge Iranerin Parvaneh, die von Bahar Pars sympathisch zupackend und mit grundoptimistischer Lebensfreude gespielt wird, die harte Schale des Griesgrams zu knacken beginnt, wandelt sich auch Lassgårds Mimik.

„Ein Mann namens Ove“ ist eine wunderbare Komödie aus Schweden, bei der man aus vollem Herzen lachen aber auch weinen kann. Und dankbar ist, im Kino diesen Mann namens Ove kennengelernt zu haben.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=ITCQcPpcilE

Über die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zeichnet herausragende Filme mit den Prädikaten wertvoll und besonders wertvoll aus. Über die Auszeichnungen entscheiden unabhängige Jurys mit jeweils fünf Filmexperten aus ganz Deutschland. Die FBW bewertet die Filme innerhalb ihres jeweiligen Genres.

Bildquellen:

  • Ein Mann namens Ove: Bild: © Concorde Filmverleih GmbH

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