Es ist eine ergreifende und außergewöhnliche Geschichte, die der Dokumentarfilm „Piripkura – Die Suche nach den Letzten ihres Volkes“ mit faszinierenden Bildern erzählt. Der brasilianische Streifen erhielt 2017 den „Amsterdam Human Rights Award“ und läuft seit 29. November 2018 in den deutschen Kinos.

Die letzten beiden Angehörigen des indigenen Volkes der Piripkura leben inmitten des Amazonas-Regenwalds in Brasilien. Eine seit 1998 von ihnen entzündete, und seitdem ununterbrochen brennende Fackel ist ihr wertvollster Besitz. Und der Schutzstatus des von ihnen bewohnten Waldgebiets beruht auf ihrem Überleben.

Leben im Schutzgebiet

Die brasilianischen Ureinwohner leben in einem Schutzgebiet im Bundesstaat Mato Grosso. Alle zwei Jahre besucht sie die Behörde FUNAI zum Schutz der indigenen Bevölkerung des Landes. Sie soll sicherstellen, dass die Piripkura noch am Leben sind.

Skrupellose Konzerne warten auf ihre Gelegenheit

Dabei geht es nicht nur um das Überleben dieser Kultur und dieses Stammes. Sondern auch um den Erhalt des Regenwaldes, in dem die beiden Männer leben. Denn skrupellose Konzerne warten nur auf die Gelegenheit, auch dieses Stück Regenwald abzuholzen. Die Regisseure Mariana Oliva, Renata Terra und Bruno Jorge begeben sich zusammen mit Jair Candor von FUNAI und Rita, der letzten Verwandten der beiden Piripkura, auf die Reise

Der Lebensraum wird zerstört

Gewaltsam zerstören unkontrollierte Abholzungen nach und nach das Amazonasgebiet. Um das Regenwaldgebiet des indigenen Volkes der Piripkura zu beschützen, muss Jair Candor, Koordinator der brasilianischen Indigenenschutzbehörde (FUNAI), beweisen, dass die letzten beiden überlebenden Männer noch existieren. Gemeinsam mit einer Film-Crew und mit Rita, der letzten Verwandten der Beiden, begibt er sich in die Tiefen des Tropenwalds auf die Suche nach Pakyî und Tamandua.

Tragödie der indigenen Bevölkerung

„Piripkura“ wirft ein Licht auf die Tragödien, die der im Amazonasgebiet lebenden indigenen Bevölkerung widerfahren. Die systematische Gewalt, die gegen sie angewandt wird, ist eine konstante drohende Gefahr. Trotz der beeindruckenden Widerstandsfähigkeit und Beharrlichkeit der letzten Piripkura liegt eine unausweichliche Frage in der Luft: Wie lang kann das noch weitergehen?
Webseite zum Film: www.piripkura.de

Bildquellen:

  • Piripkura: Bild: © mindjazz pictures