„Wie Brüder im Wind“ ist ein österreichisches Filmdrama aus dem Jahr 2016. Regie führten Gerardo Olivares und Otmar Penker. Der Film startete am 28. Januar 2016 in Deutschland.

Die Alpen in den 1960er-Jahren: Der zwölfjährige Lukas (Manuel Camacho) erlebt vor dem grandiosen Bergpanorama keine glückliche Kindheit: Er und sein Vater (Tobias Moretti) verstehen sich nicht und haben schon lange nicht mehr miteinander gesprochen. Als Lukas einen aus dem Nest gefallenen jungen Adler findet, zieht er ihn heimlich auf, weil der Vater die Adler als Räuber seiner Schafe verfolgt. Der Adler Abel entwickelt sich prächtig – doch es kommt der Tag, an dem Lukas ihm seine Freiheit zurückgeben muss, damit Abel sein selbstbestimmtes Leben beginnen kann. Nach einer Auseinandersetzung mit seinem Vater vermisst der verzweifelte Lukas seinen gefiederten Freund so sehr, dass er sich auf die Suche nach Abel macht …

Beeindruckende Natur- und Tieraufnahmen

„Wie Brüder im Wind“ ist eine atemberaubende Mischung aus einer dramatischen Geschichte und gewaltigen Naturaufnahmen. Zwei Meister ihres Fachs haben sich zu diesem Zweck zusammengetan: Otmar Penker, der renommierte Kameraspezialist für die alpine Fauna, und Gerardo Olivares, der von den Kritikern gefeierte Regisseur emotional mitreißender Familienfilme.

Alles begann im Jahr 2011, als Otmar Penker („Prinz der Alpen“) und Gerald Salmina („Mount St. Elias“) beschlossen, ihre Erfahrungen im Tierfilmbereich mit einem ausgearbeiteten Drehbuch zu einer fiktiven Geschichte zu kombinieren. Der spannende und aufwändig gefilmte Abenteuerfilm sollte in den europäischen Alpen spielen – im Mittelpunkt stehen ein Adler und ein Mensch.

Dazu Otmar Penker: „Während meiner jahrzehntelangen Arbeit als Naturfilmer habe ich schon mehrfach mit Adlern gearbeitet, doch bisher sind sie immer nur in Nebenrollen aufgetreten, denn umfangreiche Dreharbeiten kosten nicht nur viel Zeit, sondern auch eine Menge Geld. Es gibt aber nicht viele gute Filme über Steinadler, und so entstand die Idee, einen Steinadler als Hauptfigur einer emotionalen Geschichte vorzustellen.“

Für das Projekt fanden sich bald Produzenten: die Red Bull GmbH und ihre Schwesterfirma Terra Mater Factual Studios. Das markierte Walter Köhlers Einstieg in die Spielfilmproduktion, nachdem er sich zuvor lange Jahre als legendärer Produzent von Natur- Dokumentarfilmen profiliert hatte.

„Ich kannte Otmar und Gerald schon ziemlich lange und wusste, wie engagiert sie sich für ihre Spezialgebiete einsetzten“, sagt Walter Köhler. „Inzwischen hatte ich Terra Mater Factual Studios gegründet und wollte mit der Firma über die Dokumentationen hinaus in den Spielfilmbereich expandieren. ‚Wie Brüder im Wind‘ war für mich das geeignete Projekt, um erstmals einen Kino-Spielfilm zu produzieren. Dabei war mir von Anfang an klar, dass es durchaus nicht einfach sein würde, beide Genres in einem mitreißenden Spielfilm zu verschmelzen.“

Die ungewöhnlichen Aspekte des Films erforderten einen ebenso ungewöhnlichen Ansatz bei der Produktion. Bei den meisten Filmen steht am Anfang das Drehbuch. Doch bei dieser Produktion ging es zunächst um die Natur: Damit Otmar Penker authentische Bilder der wilden Tiere in ihrer natürlichen Umgebung drehen konnte, brauchte er vor allem Zeit. Deshalb musste er mit den Dreharbeiten bereits beginnen, als sich das Drehbuch noch im Entwicklungsstadium befand. Ab 2011 drehte Penker mit einem kleinen, hochmotivierten Team bestimmte Elemente der Adlergeschichte – vor allem im Süden des Nationalparks Hohe Tauern, dem größten österreichischen Nationalpark.

Dazu Penker: „Das größte Problem in der Vorbereitungsphase und während des Drehs bestand darin, dass wir jeweils entscheiden mussten, was technisch und logistisch machbar war. Denn einerseits drehten wir in der unberührten Natur, andererseits mussten wir bereits die inszenierten Szenen mit den Adlern vorbereiten, und dafür benötigten wir die Hundert Kilogramm schwere Ausrüstung, die zum Set transportiert werden musste. Um die Drehorte in dem fast unzugänglichen alpinen Gebiet zu erreichen, marschierten wir oft stundenlang zu Fuß und kamen dabei manchmal an unsere physischen Grenzen.“

Bildquellen:

  • Wie Brüder im Wind: Bild: © Warner Bros.