Von Pippi Langstrumpf über Ronja Räubertochter bis zum Michel aus Lönneberga: Kein anderer Name ist bis heute so untrennbar mit so vielen faszinierenden Kinderbüchern verbunden wie der von Astrid Lindgren. Ihre Geschichten haben bis heute die Kindheit von Millionen Menschen weltweit geprägt. Zudem setzte die „Schwedin des Jahrhunderts“ und Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels sich unermüdlich für die Rechte von Kindern ein. Am 6. Dezember 2018 kommt nun das Drama „Astrid“ in die deutschen Kinos – eine Hommage an das Leben der beeindruckenden Schriftstellerin.

Astrid Lindgrens eigene Kindheit dagegen endete früh. Als Astrid im Alter von 18 Jahren unehelich schwanger wurde – im Schweden der 1920er-Jahre ein Skandal. Schwanger, unglücklich und unerfahren geht Astrid schließlich ganz allein nach Stockholm. Sie beginnt eine Ausbildung zur Sekretärin, beißt sich durch und lernt andere starke Frauen kennen.

Von der Schreibkraft zur Berühmtheit

Pippi Langstrumpf, deren Geschichte ursprünglich nur für Lindgrens Tochter bestimmt war, wird 1945 veröffentlicht. Und Astrid avanciert von der Schreibkraft und Hausfrau zur weltberühmten Kinderbuchautorin. Der Film erzählt einfühlsam davon, wie die junge Astrid den Mut findet, die Anfeindungen ihres Umfeldes zu überwinden. Und ein freies, selbstbestimmtes Leben als moderne Frau zu führen. Weiterhin zeichnet „Astrid“ nach, wie diese Erfahrungen die späteren Werke und das Engagement der Autorin prägen sollten.

Liebeserklärung an Astrid Lindgren

Regie führte die mehrfache Berlinale-Preisträgerin Pernille Fischer Christensen. Sie schrieb das Drehbuch zusammen mit dem Kinderbuchautor Kim Fupz Aakeson: „Mein Film über die Jugend von Astrid Lindgren ist eine persönliche Hommage an eine der großartigsten Künstlerinnen Skandinaviens“, so die Regisseurin. „Eine Liebeserklärung an eine Frau, die mit ihrer starken Persönlichkeit die herrschenden Normen von Geschlecht und Religion ihrer Gesellschaft gesprengt hat.“

Internationale Produktion

Auch der auch der Berliner Independent DCM als Ko-Produzent ist an der Produktion beteiligt. Gedreht wurde deshalb nicht nur in Schweden, sondern auch in Berlin und in Altenburg (Thüringen). Produziert ist der Film von Lars G. Lindström (Nordisk Film Sweden) and Anna Anthony (Avanti Film) in Ko-Produktion mit DCM, Film i Väst, Nordisk Film, TV4 und in Zusammenarbeit mit dem DR. Unterstützung erhält das Projekt vom Swedish Film Institute, Danish Film Institute, dem Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und der Mitteldeutschen Medienförderung und Creative Europe Media.

Unbekanntes Gesicht in der Hauptrolle

Astrid Lindgren verkörpert die 23-jährige Newcomerin Alba August. In weiteren Rollen sind unter anderem Trine Dyrholm („Die Kommune“, „Who am I“), Magnus Krepper („Verdammnis“) und Henrik Rafaelsen („Welcome to Norway“) zu sehen. Kinostart ist am 6. Dezember 2018.

Bildquellen:

  • Astrid: Bild: © DCM / Erik Molberg Hansen