Die ARD plant eine neue Mini-Serie aus dem Geheimdienstmilieu der Nachkriegszeit. Sie soll 2017/2018 im Hauptabendprogramm des „Ersten“ laufen.

Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD hat die Entwicklung einer neuen historischen Mini-Serie „Bonn“ (Arbeitstitel) für Das Erste beschlossen. In sechs Mal 45 Minuten wird eine dramatische Geschichte erzählt, die deutlich macht, wie heikel und keineswegs selbstverständlich es war, dass sich die junge Demokratie im Nachkriegsdeutschland tatsächlich dauerhaft etablieren konnte.

Bonn im Jahr 1954: Der Zweite Weltkrieg ist keine zehn Jahre her, doch im beschaulichen Städtchen, das nun die neue Bundeshauptstadt ist, hat man zur Idylle zurückgefunden. Die junge Antonia „Toni“ Schmidt verliebt sich in einen Mitarbeiter des Verfassungsschutzes und beginnt, selbst im neu gegründeten Inlandsgeheimdienst zu arbeiten. Dabei muss sie feststellen, dass ihr Geliebter, Wolfgang Berns, nicht nur eine dunkle Vergangenheit hat, sondern noch immer Mitglied einer NS-Geheimorganisation zu sein scheint.

Alte Kräfte bedrohen die junge Bundesrepublik

Toni beginnt zu recherchieren und ist sich mit ihrem Chef, Otto John, schon bald einig, dass wieder erstarkende alte Kräfte eine Bedrohung für die junge Bundesrepublik darstellen. In den Geheimdiensten, offiziellen Ämtern und sogar in Tonis Familie tauchen sie wieder auf. Otto John, der Chef des Verfassungsschutzes, ist ein strikter Gegner des Einflusses ehemaliger Nationalsozialisten. Er gibt Toni Halt, bis er für einen der größten Spionageskandale der deutschen Geschichte sorgt. Bis heute ist nicht geklärt, ob Otto John im Jahr 1954 freiwillig von der Bundesrepublik in die DDR gegangen ist oder ob er Opfer einer Entführung wurde.

Im Auftrag der ARD-Gemeinschaftsredaktion „Serien im Hauptabendprogramm“ befindet sich das Format als Miniserie mit sechs Folgen à 45 Minuten in Entwicklung. Die Bücher stammen aus der Feder von Gerrit Hermans, die Produzenten sind Philip Voges und Ilja Haller von Chestnut Films. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Gebhard Henke und Götz Schmedes (WDR). Die Besetzung der Rollen und die Regie stehen noch nicht fest. Die Serie soll voraussichtlich 2017/18 im Hauptabendprogramm des Ersten gezeigt werden.

www.ard.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*