„Box“ ist die Geschichte zweier Leben. Eines, das sich nah am Boden orientiert und eines, das hoch hinaus will, zu hoch. Beide Leben sind irgendwie krumm und gebrochen. Eines findet die Stärke, um emporzustreben. Das andere schwimmt hinweg in die Stille. „Box“ läuft aktuell in ausgewählten Kinos. 

„Box“ Plakat

Die einzige Gemeinsamkeit in Rafaels und Cristinas Leben ist das Lampenfieber, so scheint es. Rafael entstammt einer Romafamilie aus ärmlichen Verhältnissen, verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Waschen von Autos, lebt zusammen mit seinem eigensinnigen Großvater und steht vor dem Durchbruch als professioneller Boxer. Cristina ist in den Mitt-Dreißigern, Mutter eines Kindes, verheiratet und Schauspielerin im örtlichen Theater.

Ohne sich zu kennen gehen sie täglich den gleichen Weg und eine kleine Ewigkeit vergeht, bis sie sich endlich gegenüberstehen. Nichts scheint sie miteinander zu verbinden, außer Schweiß, Blut und Tränen. So unterschiedlich erscheinen ihre Welten, dass die aus ihrer Begegnung leise und sachte wachsende Liebesgeschichte in Verwunderung versetzt.

Doch langsam verdichtet sich die Sichtweise auf ihre Leben und es zeigt sich, dass sie so unterschiedlich nicht sind: Cristinas Mann ist der Star des Theaterensembles und überschattet ihr Schaffen; während der Proben zu einem Stück wird sie vom Regisseur gemobbt. Rafael wird von seinem Trainer dazu ermutigt den nächsten Kampf zu verlieren und damit in die Machenschaften der Wettmafia gezogen.

Rhythmus und Choreographie sind wichtige Aspekte in ihren Welten und in dieser Bewegung verbinden sich ihre Schicksale miteinander. Unaufdringlich und still sind die Bilder, passend zu dem beinahe hypothetischen Konstrukt ihrer Liebe, welches am Ende des letzten Aktes umso würdevoller erscheint.

„Box“ läuft aktuell in ausgewählten Kinos. 

Bildquellen:

  • Box: ©Real Fiction Filme
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