Kennen Sie Rosemarie Magdalena Albach? Eher unwahrscheinlich, aber Sie kennen sie wahrscheinlich unter ihrem Künstlernamen Romy Schneider. Die Ausnahmekünstlerin startet mit 15 Jahren an der Seite ihrer Mutter ihre Filmkarriere. In vielen Heimatfilmen spielte sie mit, ihren Durchbruch hatte sie als die unvergessene Rolle der Kaiserin Elisabeth mit der Sissi-Trilogie der internationale Durchbruch. Mit ihrem Erfolg als Schauspielerin gingen Probleme in ihrem Privatleben einher, gescheiterte Ehen, der Tod ihres Sohnes und schließlich finanzielle Probleme. Ihr letzter Film "Die Spaziergängerin von Sans-Souci" erhielt viel Lob und Auszeichnungen. Sie verstarb kurz nach Drehschluss. "3 Tage in Quiberon" zeigt die herausragende Schauspielerin kurz vor ihrem Ableben. Der Film startet im Verleih von Prokino am 12. April 2018 in den deutschen Kinos.

Im Jahr 1981 reist die gefragte Schauspielerin Romy Schneider (Marie Bäumer) mit ihrer besten Freundin Hilde (Birgit Minichmayr) für 3 Tage in den kleinen bretonischen Kurort Quiberon. Sie will sich dort vor ihrem nächsten Filmprojekt erholen und sich ein wenig Ruhe gönnen. Einer Anfrage für ein Interview mit dem Stern-Reporter Michael Jürgs (Robert Gwisdek) willigt sie widerwillig ein, zu schlecht sind ihre Erfahrungen mit der deutschen Presse zu dieser Zeit. Der Stern-Reporter wird von seinem Fotografen Robert Lebeck (Charly Hübner) begleitet. Aus dem geplanten kurzen Termin entwickelt sich ein drei Tage andauerndes Katz- und Mausspiel zwischen dem Journalisten und der Ausnahmekünstlerin, in das sich auch Romy Schneiders Freundin Hilde und Robert Lebeck immer stärker involvieren lassen.

Bis zu diesen Tagen hatte Romy Schneider keinem anderen Medium einen ehrlicheren Einblick in ihr Privatleben gewährt als bei diesem Interview Interview mit dem Reporter vom Stern. Inspiriert von tatsächlichen Begebenheiten, produziert die Regisseurin Emily Atef („Das Fremde in mir“, „Töte mich“) in „3 Tage in Quiberon“ einen intensiven Eindruck dieser entscheidenden Lebensphase der berühmtesten deutschen Schauspielerinnen aller Zeiten. Emily Atef setzt bewusst auf schwarz-weiß und Grautöne für ihr Leinwandepos. Damit lenkt sie das Augenmerk auf das Porträt einer hochbegabten, sensiblen Frau mit all ihren Widersprüchlichkeit im Spannungsfeld des öffentlichen Interesses und der Sehnsucht nach Privatsphäre.

Mit einer herausragenden Marie Bäumer („Der Geschmack von Apfelkernen“, „Zum Geburtstag“) in der Hauptrolle gelingt es Atef in „3 Tage in Quiberon“, weniger den Star als vielmehr den Menschen Romy Schneider in den Vordergrund zu rücken. In den Nebenrollen brillieren Birgit Minichmayr („Alle Anderen“, „Nur Gott kann mich richten“) als Romys Freundin Hilde, Robert Gwisdek („Das Wochende“, „Schoßgebete“) als Michael Jürgs und Charly Hübner („Vor der Morgenröte“, „Magical Mystery“) als Robert Lebeck.

„3 Tage in Quiberon“ wurde produziert von Karsten Stöter (Rohfilm Factory) in Koproduktion mit Dor Film (Österreich), Sophie Dulac (Frankreich), NDR, Arte, ORF, Tita.B. und Departures Film. Gefördert wurde der Film durch die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, die Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Filmförderungsanstalt (FFA) und den Deutschen Filmförderfonds (DFFF).

  • Buch & Regie: Emily Atef
  • Mit Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Charly Hübner, Robert Gwisdek u.a.
  • Kinostart: 12. April 2018
  • Verleih: Prokino
  • Produktionsland: Deutschland
  • Produktionsjahr: 2017
  • Laufzeit: Länge: 114 Minuten

 

Bildquellen:

  • „3 Tage in Quiberon“ – Szene: Bild: © 2017 PROKINO Filmverleih GmbH