Mit Strahlkraft, hohem Risiko und unglaublicher Intensität spielt Julia Jentsch in "24 Wochen" eine Frau unserer Zeit, die an einer schier unlösbaren Entscheidung fast kaputt geht.

„24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached ist einziger Deutscher Beitrag bei der 66. Berlinale und feiert bei den Filmfestspielen seine Prämiere. Julia Jentsch und Bjarne Mädel spielen die Hauptrollen in dem eindringlichen Werk von Berrached.

Die Bühne, das Scheinwerferlicht – Astrid lebt und liebt ihren Beruf als Kabarettistin mit Hingabe, während ihr Mann und Manager Markus sie gelassen und gekonnt unterstützt. Doch als die beiden ihr zweites Kind erwarten, wird ihr sonst so durchgetaktetes Leben unerwartet aus der Bahn geworfen: Bei einer Routineuntersuchung im sechsten Schwangerschaftsmonat erfahren sie, dass ihr Kind schwer krank ist. Mit der gleichen Stärke, mit der sie bisher ihren Alltag in der Öffentlichkeit gemeistert haben, bereiten sich die zukünftigen Eltern auf ein Leben mit einem behinderten Kind vor. Die Suche nach der richtigen Antwort stellt plötzlich alles in Frage: die Beziehung, den Wunsch nach einem Kind, ein Leben nach Plan. Mitten in einem Gewissenskonflikt stehen sie schließlich vor einer Wahl zwischen Leben und Tod.

Bjarne Mädel überzeugt als Mann an der Seite von Julia Jentsch mit großer Zerbrechlichkeit, die sich hinter seinem gelassenen Äußeren verbirgt. Die Erzählung führt das Paar vom Scheinwerferlicht in die Einsamkeit, während der Alltag draußen immer unwirklicher und banaler erscheint und irgendwann klar wird, dass es kein richtig oder falsch gibt. Dass der medizinische Fortschritt uns manchmal zur Entscheidung zwischen Leben und Tod zwingt.

„24 Wochen“ ist Anne Zohra Berracheds Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg, das Drehbuch haben die Regisseurin und Autor Carl Gerber nach gründlicher Recherche entwickelt. Produziert wurde „24 Wochen“ von zero one film in Koproduktion mit ZDF / Das kleine Fernsehspiel und der Filmakademie Baden-Württemberg. Gefördert wurde von der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM).

Bildquellen:

  • 24_Wochen: ©zero-one-film

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