Freude bei den Machern von „Shape of Water“ und „Three Billboards Outside Ebbing“ – Enttäuschung bei Fatih Akins: Bei den Oscar-Nominierungen belegte „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ mit 13 Nominierungen den Spitzenplatz. Immerhin sieben Nominierungen erhielt „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“. Während Fatih Akins‘ hochgelobter Streifen „Aus dem Nichts“ wider Erwarten leer ausging. Die 90. Verleihung der Academy Awards findet am 4. März 2018 im Dolby Theatre in Los Angeles statt.

Knapp drei Wochen vor dem mit Spannung erwarteten deutschen Kinostart am 15. Februar erweist sich „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ nun auch als Spitzenreiter bei den Oscar-Nominierungen. In folgenden 13 Kategorien ist Guillermo del Toros Meisterwerk für die Academy Awards 2018 nominiert: bester Film, beste Regie, beste Hauptdarstellerin, beste Nebendarstellerin, bester Nebendarsteller, bestes Originaldrehbuch, beste Kamera, bestes Szenenbild, bestes Kostümdesign, bester Ton, bester Schnitt, bester Tonschnitt und beste Filmmusik.

Poetische Liebesgeschichte im Kalten Krieg

Der visuell meisterhafte Geschichtenerzähler Guillermo del Toro inszeniert mit „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ eine poetische Liebesgeschichte, die etwa 1963 vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in Amerika spielt. Im versteckten Hochsicherheitslabor der Regierung arbeitet die einsame Elisa (Sally Hawkins) gefangen in einem Leben der Stille und Isolation. Elisas Leben ändert sich für immer, als sie und ihre Kollegin Zelda (Octavia Spencer) ein als geheim eingestuftes Experiment entdecken.

Sieben Nominierungen für das lakonische Meisterwerk

Vier Golden Globes für Martin McDonaghs „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ waren erst der „fucking start“. Die schwarzhumorige Komödie mit der „zornigsten Frau der Filmgeschichte“ wurde beim diesjährigen Oscar-Rennen in folgenden sieben Kategorien nominiert: bester Film, beste Hauptdarstellerin, zwei Mal bester Nebendarsteller, bestes Originaldrehbuch, bester Schnitt, beste Filmmusik.

Gerechtigkeit für die ermordete Tochter

Pechschwarz, brüllend komisch und zutiefst menschlich: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ begeistert Publikum und Kritiker gleichermaßen. Gnadenlos lakonisch erzählt Regisseur und Drehbuchautor Martin McDonagh („Brügge sehen … und sterben?“) von der wütenden Mildred Hayes (Frances McDormand). Sie will um jeden Preis Gerechtigkeit für ihre ermordete Tochter. Mit scharfen Wortgefechten, einem brillant aufspielenden Ensemble und überraschenden Wendungen ist „Three Billboards Outside Ebbing Missouri“ klug und unterhaltsam zugleich.

„Aus dem Nichts“ geht leer aus

Wider Erwarten ist der deutsche Regisseur Fatih Akin mit seinem Film „Aus dem Nichts“ nicht für einen Academy Award nominiert. In der Kategorie „Bester nicht englischsprachiger Film“ hatte er es zwar zunächst auf die Shortlist geschafft, also auf eine Liste von neun Kandidaten. Zu den fünf nominierten Filmen zählt er allerdings nicht.

Dennoch ein erfolgreicher Streifen

„Aus dem Nichts“ handelt von einem Terroranschlag zweier Neonazis in Hamburg . Wie Hauptdarstellerin Diane Kruger wurde der Film bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Darunter der Golden Globe, der Critics‘ Choice Award und eine Auszeichnung für Diane Kruger bei den Filmfestspielen in Cannes.

Bildquellen:

  • Oscar: Bild: © Academy of Motion Pictures Arts and Sciences
  • The Shape of Water: Bild: © Twentieth Century Fox Film Corporation